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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Psalm 56; Psalm 120; Psalm 140; Psalm 141; Psalm 142

Tag 106 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 56 · 1/5
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Psalm 56

1Ein gülden Kleinod Davids, von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath. Gott, sei mir gnädig, denn Menschen schnauben wider mich; täglich streiten sie und ängsten mich.

2Meine Feinde schnauben täglich; denn viele streiten stolz wider mich.

3Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich.

4Ich will Gottes Namen rühmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten; was sollte mir Fleisch tun?

5Täglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, daß sie mir Übel tun.

6Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen.

7Sollten sie mit ihrer Bosheit entrinnen? Gott, stoße solche Leute ohne alle Gnade hinunter!

8Zähle die Wege meiner Flucht; fasse meine Tränen in deinen Krug. Ohne Zweifel, du zählst sie.

9Dann werden sich meine Feinde müssen zurückkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, daß du mein Gott bist.

10Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort.

11Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir die Menschen tun?

12Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will;

13denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, daß ich wandle vor Gott im Licht der Lebendigen.

Psalm 120

1Ein Lied im höhern Chor. Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not, und er erhört mich.

2HERR, errette meine Seele von den Lügenmäulern, von den falschen Zungen.

3Was kann mir die falsche Zunge tun, was kann sie ausrichten?

4Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wachholdern.

5Wehe mir, daß ich ein Fremdling bin unter Mesech; ich muß wohnen unter den Hütten Kedars.

6Es wird meiner Seele lang, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen.

7Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an.

Psalm 140

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; behüte mich vor den freveln Leute,

2die Böses gedenken in ihrem Herzen und täglich Krieg erregen.

3Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)

4Bewahre mich, HERR, vor der Hand der Gottlosen; behüte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoßen.

5Die Hoffärtigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. (Sela.)

6Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens!

7HERR Herr, meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streites.

8HERR, laß dem Gottlosen seine Begierde nicht; stärke seinen Mutwillen nicht: sie möchten sich des überheben. (Sela.)

9Das Unglück, davon meine Feinde ratschlagen, müsse auf ihren Kopf fallen.

10Er wird Strahlen über sie schütten; er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nicht mehr aufstehen.

11Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden; ein frevler, böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden.

12Denn ich weiß, daß der HERR wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausführen.

13Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.

Psalm 141

1Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir; eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.

2Mein Gebet müsse vor dir Taugen wie ein Räuchopfer, mein Händeaufheben wie ein Abendopfer.

3HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen.

4Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottloses Wesen zu führen mit den Übeltätern, daß ich nicht esse von dem, was ihnen geliebt.

5Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun wie Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden tun.

6Ihre Führer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man dann meine Rede hören, daß sie lieblich sei.

7Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Hölle, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.

8Denn auf dich, HERR Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht.

9Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und von der Falle der Übeltäter.

10Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immer vorübergehen.

Psalm 142

1Eine Unterweisung Davids, ein Gebet, da er in der Höhle war. Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme; ich flehe zum HERRN mit meiner Stimme;

2ich schütte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.

3Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, darauf ich gehe.

4Schaue zur Rechten und siehe! da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.

5HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.

6Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig.

7Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.

Übersetzung: Lutherbibel 1912