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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Psalm 30; Psalm 75; Psalm 101; Psalm 138; Psalm 139

Tag 138 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 30 · 1/5
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Psalm 30

1Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses, von David. Ich preise dich, HERR; denn du hast mich erhöht und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen.

2HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.

3HERR, du hast meine Seele aus der Hölle geführt; du hast mich lebend erhalten, da jene in die Grube fuhren.

4Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit!

5Denn sein Zorn währt einen Augenblick, und lebenslang seine Gnade; den Abend lang währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude.

6Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr darniederliegen.

7Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hattest du meinen Berg stark gemacht; aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.

8Zu dir, HERR, rief ich, und zum HERRN flehte ich:

9Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkündigen?

10HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer!

11Du hast meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast mir meinen Sack ausgezogen und mich mit Freude gegürtet,

12auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Psalm 75

1Ein Psalm und Lied Asaphs, daß er nicht umkäme, vorzusingen. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist.

2“Denn zu seiner Zeit, so werde ich recht richten.

3Das Land zittert und alle, die darin wohnen; aber ich halte seine Säulen fest.” (Sela.)

4Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt!

5pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,

6es habe keine Not, weder vom Anfang noch vom Niedergang noch von dem Gebirge in der Wüste.

7Denn Gott ist Richter, der diesen erniedrigt und jenen erhöht.

8Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen.

9Ich aber will verkündigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs.

10“Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhöht werde.”

Psalm 101

1Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen.

2Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause.

3Ich nehme mir keine böse Sache vor; ich hasse den Übeltäter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.

4Ein verkehrtes Herz muß von mir weichen; den Bösen leide ich nicht.

5Der seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; ich mag den nicht, der stolze Gebärde und hohen Mut hat.

6Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen; und habe gerne fromme Diener.

7Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lügner gedeihen bei mir nicht.

8Jeden Morgen will ich vertilgen alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Übeltäter ausrotte aus der Stadt des HERRN.

Psalm 138

1Davids. Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den Göttern will ich dir lobsingen.

2Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken für deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen über alles herrlich gemacht durch dein Wort.

3Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

4Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes,

5und singen auf den Wegen des HERRN, daß die Ehre des HERRN groß sei.

6Denn der HERR ist hoch und sieht auf das Niedrige und kennt die Stolzen von ferne.

7Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und streckst deine Hand über den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.

8Der HERR wird's für mich vollführen. HERR, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

Psalm 139

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, Du erforschest mich und kennest mich.

2Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

3Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wissest.

5Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

6Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.

7Wo soll ich hin gehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht?

8Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da.

9Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

10so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten.

11Spräche ich: Finsternis möge mich decken! so muß die Nacht auch Licht um mich sein.

12Denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.

13Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib.

14Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl.

15Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.

16Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben keiner da war.

17Aber wie köstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summe!

18Sollte ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.

19Ach Gott, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten!

20Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.

21Ich hasse ja, HERR, die dich hassen, und es verdrießt mich an ihnen, daß sie sich wider dich setzen.

22Ich hasse sie im rechten Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden.

23Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine.

24Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Übersetzung: Lutherbibel 1912