Bibel in einem Jahr (optional)
Gott kennenlernen · Band 1
Psalm 143; Psalm 144; Psalm 145; Psalm 146
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Psalm 143
1Ein Psalm Davids. HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen
2und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.
3Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere wie die, so längst tot sind.
4Und mein Geist ist in mir geängstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehrt.
5Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und sage von den Werken deiner Hände.
6Ich breite meine Hände aus zu dir; meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. (Sela.)
7HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.
8Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.
9Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir habe ich Zuflucht.
10Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
11HERR, erquicke mich um deines Namens willen; führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen
12und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen und bringe alle um, die meine Seele ängsten; denn ich bin dein Knecht.
Psalm 144
1Ein Psalm Davids. Gelobet sei der HERR, mein Hort, der meine Hände lehrt streiten und meine Fäuste kriegen,
2meine Güte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt.
3HERR, was ist der Mensch, daß du dich sein annimmst, und des Menschen Kind, daß du ihn so achtest?
4Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.
5HERR, neige deine Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen;
6laß blitzen und zerstreue sie; schieße deine Strahlen und schrecke sie;
7strecke deine Hand aus von der Höhe und erlöse mich und errette mich von großen Wassern, von der Hand der Kinder der Fremde,
8deren Mund redet unnütz, und ihre Werke sind falsch.
9Gott, ich will dir ein neues Lied singen, ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten,
10der du den Königen Sieg gibst und erlöst deinen Knecht David vom mörderischen Schwert des Bösen.
11Erlöse mich auch und errette mich von der Hand der Kinder der Fremde, deren Mund redet unnütz, und ihre Werke sind falsch,
12daß unsere Söhne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen, und unsere Töchter seien wie die ausgehauenen Erker, womit man Paläste ziert;
13daß unsere Kammern voll seien und herausgeben können einen Vorrat nach dem andern; daß unsere Schafe tragen tausend und zehntausend auf unsern Triften;
14daß unsere Ochsen viel erarbeiten; daß kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sei.
15Wohl dem Volk, dem es also geht! Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist!
Psalm 145
1Ein Lob Davids. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.
2Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.
3Der HERR ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unausforschlich.
4Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.
5Ich will reden von deiner herrlichen, schönen Pracht und von deinen Wundern,
6daß man soll sagen von deinen herrlichen Taten und daß man erzähle deine Herrlichkeit;
7daß man preise deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühme.
8Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.
9Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.
10Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben
11und die Ehre deines Königreiches rühmen und von deiner Gewalt reden,
12daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die herrliche Pracht deines Königreichs.
13Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für.
14Der HERR erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind.
15Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.
16Du tust deine Hand auf und erfüllst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
17Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken.
18Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.
19Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen.
20Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.
21Mein Mund soll des HERRN Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.
Psalm 146
1Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!
2Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich hier bin.
3Verlaßt euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
4Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschläge.
5Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist; des Hoffnung auf den HERRN, seinem Gott, steht;
6der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der Glauben hält ewiglich;
7der Recht schafft denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speist. Der HERR löst die Gefangenen.
8Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten.
9Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält die Waisen und Witwen und kehrt zurück den Weg der Gottlosen.
10Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja.
Übersetzung: Lutherbibel 1912