Bibel in einem Jahr (optional)
Gott kennenlernen · Band 1
Psalm 47; Psalm 48; Psalm 49; Psalm 50
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Psalm 47
1Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Frohlocket mit Händen, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!
2Denn der HERR, der Allerhöchste, ist erschrecklich, ein großer König auf dem ganzen Erdboden.
3Er zwingt die Völker unter uns und die Leute unter unsre Füße.
4Er erwählt uns unser Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebt. (Sela.)
5Gott fährt auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune.
6Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm König!
7Denn Gott ist König auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klüglich!
8Gott ist König über die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.
9Die Fürsten unter den Völkern sind versammelt zu einem Volk des Gottes Abrahams; denn Gottes sind die Schilde auf Erden, er hat sie erhöht.
Psalm 48
1Ein Psalmlied der Kinder Korah. Groß ist der HERR und hochberühmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge.
2Schön ragt empor der Berg Zion, des sich das ganze Land tröstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des großen Königs.
3Gott ist in ihren Palästen bekannt, daß er der Schutz sei.
4Denn siehe, Könige waren versammelt und sind miteinander vorübergezogen.
5Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davon gestürzt.
6Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebärerin.
7Du zerbrichst die Schiffe im Meer durch den Ostwind.
8Wie wir gehört haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhält sie ewiglich. (Sela.)
9Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel.
10Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
11Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda's seien fröhlich um deiner Gerichte willen.
12Machet euch um Zion und umfanget sie, zählet ihre Türme;
13achtet mit Fleiß auf ihre Mauern, durchwandelt ihre Paläste, auf daß ihr davon verkündiget den Nachkommen,
14daß dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er führt uns wie die Jugend.
Psalm 49
1Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,
2beide, gemeiner Mann und Herren, beide, reich und arm, miteinander!
3Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.
4Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und kundtun mein Rätsel beim Klange der Harfe.
5Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Untertreter umgibt,
6die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum?
7Kann doch einen Bruder niemand erlösen noch ihn Gott versöhnen
8(denn es kostet zuviel, eine Seele zu erlösen; man muß es anstehen lassen ewiglich),
9daß er fortlebe immerdar und die Grube nicht sehe.
10Denn man wird sehen, daß die Weisen sterben sowohl als die Toren und Narren umkommen und müssen ihr Gut andern lassen.
11Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für; und haben große Ehre auf Erden.
12Dennoch kann ein Mensch nicht bleiben in solchem Ansehen, sondern muß davon wie ein Vieh.
13Dies ihr Tun ist eitel Torheit; doch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde. (Sela.)
14Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen; in der Hölle müssen sie bleiben.
15Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. (Sela.)
16Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.
17Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.
18Er tröstet sich wohl dieses guten Lebens, und man preiset's, wenn einer sich gütlich tut;
19aber doch fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.
20Kurz, wenn ein Mensch in Ansehen ist und hat keinen Verstand, so fährt er davon wie ein Vieh.
Psalm 50
1Ein Psalm Asaphs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
2Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
3Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn her ist ein großes Wetter.
4Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte:
5“Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer.”
6Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. (Sela.)
7“Höre, mein Volk, laß mich reden; Israel, laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.
8Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.
9Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen noch Böcke aus deinen Ställen.
10Denn alle Tiere im Walde sind mein und das Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.
11Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Feld ist vor mir.
12Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist.
13Meinst du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle oder Bocksblut trinken?
14Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde
15und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.”
16Aber zum Gottlosen spricht Gott: “Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
17so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
18Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
19Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.
20Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.
21Das tust du, und ich schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
22Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe und sei kein Retter da.
23Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.”
Übersetzung: Lutherbibel 1912