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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Psalm 53; Psalm 66; Psalm 67; Psalm 69; Psalm 70

Tag 142 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 53 · 1/5
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Psalm 53

1Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel geworden in ihrem bösen Wesen; das ist keiner, der Gutes tut.

2Gott schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage.

3Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.

4Wollen denn die Übeltäter sich nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren? Gott rufen sie nicht an.

5Da fürchten sie sich aber, wo nichts zu fürchten ist; denn Gott zerstreut die Gebeine derer, die dich belagern. Du machst sie zu Schanden; denn Gott verschmäht sie.

6Ach daß Hilfe aus Zion über Israel käme und Gott sein gefangen Volk erlösete! So würde sich Jakob freuen und Israel fröhlich sein.

Psalm 66

1Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande!

2Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich!

3Sprechet zu Gott: “Wie wunderbar sind deine Werke! es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht.

4Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen.” (Sela.)

5Kommet her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun unter den Menschenkindern.

6Er verwandelt das Meer ins Trockene, daß man zu Fuß über das Wasser ging; dort freuten wir uns sein.

7Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen werden sich nicht erhöhen können. (Sela.)

8Lobet, ihr Völker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen,

9der unsre Seelen im Leben erhält und läßt unsre Füße nicht gleiten.

10Denn, Gott, du hast uns versucht und geläutert wie das Silber geläutert wird;

11du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt;

12du hast Menschen lassen über unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser gekommen: aber du hast uns ausgeführt und erquickt.

13Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelübde bezahlen,

14wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not.

15Ich will dir Brandopfer bringen von feisten Schafen samt dem Rauch von Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken. (Sela.)

16Kommet her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an meiner Seele getan hat.

17Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und pries ihn mit meiner Zunge.

18Wo ich Unrechtes vorhätte in meinem Herzen, so würde der Herr nicht hören;

19aber Gott hat mich erhört und gemerkt auf mein Flehen.

20Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 67

1Ein Psalmlied, vorzusingen, auf Saitenspiel. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten (Sela),

2daß man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.

3Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker.

4Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. (Sela.)

5Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker.

6Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott.

7Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn!

Psalm 69

1Ein Psalm Davids, von den Rosen, vorzusingen. Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Seele.

2Ich versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.

3Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heiser; das Gesicht vergeht mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.

4Die mich ohne Ursache hassen, deren ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, was ich nicht geraubt habe.

5Gott, du weißt meine Torheit, und meine Schulden sind nicht verborgen.

6Laß nicht zu Schanden werden an mir, die dein harren, Herr HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!

7Denn um deinetwillen trage ich Schmach; mein Angesicht ist voller Schande.

8Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.

9Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen; und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

10Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.

11Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben Gespött mit mir.

12Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und in den Zechen singt man von mir.

13Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit; Gott durch deine große Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

14Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke; daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser;

15daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mich zusammengehe.

16Erhöre mich, HERR, denn dein Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

17und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilend.

18Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen.

19Du weißt meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.

20Die Schmach bricht mir mein Herz und kränkt mich. Ich warte, ob es jemand jammere, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.

21Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.

22Ihr Tisch werde vor ihnen zum Strick, zur Vergeltung und zu einer Falle.

23Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen, und ihre Lenden laß immer wanken.

24Gieße deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie.

25Ihre Wohnung müsse wüst werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne.

26Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest.

27Laß sie in eine Sünde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.

28Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.

29Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schütze mich!

30Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank.

31Das wird dem HERRN besser gefallen denn ein Farre, der Hörner und Klauen hat.

32Die Elenden sehen's und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.

33Denn der HERR hört die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.

34Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich darin regt.

35Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Juda's bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.

36Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.

Psalm 70

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, zum Gedächtnis. Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mir zu helfen!

2Es müssen sich schämen und zu Schanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehöhnt werden, die mir Übles wünschen,

3daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: “Da, da!”

4Sich freuen und fröhlich müssen sein an dir, die nach dir fragen, und die dein Heil lieben, immer sagen: Hoch gelobt sei Gott!

5Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott verziehe nicht!

Übersetzung: Lutherbibel 1912