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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Sprüche 10–12

Tag 160 von 365 · Lutherbibel 1912

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Sprüche 10 · 1/3
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Sprüche 10

1Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.

2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode.

3Der HERR läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde.

4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.

5Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden.

6Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.

7Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen.

8Wer weise von Herzen ist nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.

9Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden.

10Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.

11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.

12Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen.

13In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute.

14Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken.

15Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde.

16Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde.

17Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre.

18Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr.

19Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug.

20Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts.

21Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.

22Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.

23Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt.

24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.

25Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich.

26Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden.

27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.

28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.

29Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde.

30Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.

31Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet.

32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.

Sprüche 11

1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.

2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen.

3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören.

4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.

5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen.

6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit.

7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.

8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt.

9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken's und werden erlöst.

10Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.

11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.

12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still.

13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.

14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.

15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.

16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.

17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch.

18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut.

19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.

20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.

21Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden.

22Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.

23Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglück.

24Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer.

25Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.

26Wer Korn innehält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft.

27Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes; wer aber nach Unglück ringt, dem wird's begegnen.

28Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie ein Blatt.

29Wer sein eigen Haus betrübt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen sein.

30Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen.

31So der Gerechte auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und der Sünder!

Sprüche 12

1Wer sich gern läßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr.

2Wer fromm ist, der bekommt Trost vom HERRN; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst.

3Ein gottlos Wesen fördert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.

4Ein tugendsam Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein.

5Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschläge der Gottlosen sind Trügerei.

6Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.

7Die Gottlosen werden umgestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.

8Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die da tückisch sind, werden zu Schanden.

9Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß sein will, und des Brotes mangelt.

10Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.

11Wer seinen Acker baut, der wird Brot die Fülle haben; wer aber unnötigen Sachen nachgeht, der ist ein Narr.

12Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.

13Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Angst.

14Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdient haben.

15Dem Narren gefällt seine Weise wohl; aber wer auf Rat hört, der ist weise.

16Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug.

17Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.

18Wer unvorsichtig herausfährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam.

19Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.

20Die, so Böses raten, betrügen; aber die zum Frieden raten, schaffen Freude.

21Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglück sein.

22Falsche Mäuler sind dem HERRN ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl.

23Ein verständiger Mann trägt nicht Klugheit zur Schau; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus.

24Fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, wird müssen zinsen.

25Sorge im Herzen kränkt, aber ein freundliches Wort erfreut.

26Der Gerechte hat's besser denn sein Nächster; aber der Gottlosen Weg verführt sie.

27Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich.

28Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod.

Übersetzung: Lutherbibel 1912