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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Sprüche 13–15

Tag 161 von 365 · Lutherbibel 1912

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Sprüche 13 · 1/3
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Sprüche 13

1Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater züchtigen; aber ein Spötter gehorcht der Strafe nicht.

2Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln.

3Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.

4Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.

5Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose schändet und schmäht sich selbst.

6Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringt zu Fall den Sünder.

7Mancher ist arm bei großem Gut, und mancher ist reich bei seiner Armut.

8Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hört kein Schelten.

9Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird auslöschen.

10Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.

11Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhält, das wird groß.

12Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstet das Herz; wenn's aber kommt, was man begehrt, das ist wie ein Baum des Lebens.

13Wer das Wort verachtet, der verderbt sich selbst; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird's vergolten.

14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.

15Feine Klugheit schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Wehe.

16Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.

17Ein gottloser Bote bringt Unglück; aber ein treuer Bote ist heilsam.

18Wer Zucht läßt fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne strafen läßt, wird zu ehren kommen.

19Wenn's kommt, was man begehrt, das tut dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Greuel.

20Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben.

21Unglück verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.

22Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Gut wird für den Gerechten gespart.

23Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht tun, verderben.

24Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.

25Der Gerechte ißt, daß sein Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug.

Sprüche 14

1Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.

2Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.

3Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.

4Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschäftig ist, da ist viel Einkommen.

5Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lügen.

6Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.

7Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.

8Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.

9Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.

10Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.

11Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.

12Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.

13Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.

14Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird über ihn sein.

15Ein Unverständiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.

16Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch.

17Ein Ungeduldiger handelt töricht; aber ein Bedächtiger haßt es.

18Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.

19Die Bösen müssen sich bücken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.

20Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.

21Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!

22Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren.

23Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.

24Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.

25Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt.

26Wer den HERRN fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.

27Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.

28Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde.

29Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.

30Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.

31Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.

32Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.

33Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.

34Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

35Ein kluger Knecht gefällt dem König wohl; aber einem schändlichen Knecht ist er feind.

Sprüche 15

1Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.

2Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speit eitel Narrheit.

3Die Augen des HERRN schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen.

4Ein heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte macht Herzeleid.

5Der Narr lästert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden.

6In des Gerechten Haus ist Guts genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.

7Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht richtig.

8Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm.

9Der Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.

10Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Strafe haßt, der muß sterben.

11Hölle und Abgrund ist vor dem HERRN; wie viel mehr der Menschen Herzen!

12Der Spötter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen.

13Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.

14Ein kluges Herz handelt bedächtig; aber der Narren Mund geht mit Torheit um.

15Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.

16Es ist besser ein wenig mit der Furcht des HERRN denn großer Schatz, darin Unruhe ist.

17Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochse mit Haß.

18Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.

19Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg des Frommen ist wohl gebahnt.

20Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein törichter Mensch ist seiner Mutter Schande.

21Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.

22Die Anschläge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber sind, bestehen sie.

23Es ist einem Manne eine Freude, wenn er richtig antwortet; und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich.

24Der Weg des Lebens geht überwärts für den Klugen, auf daß er meide die Hölle unterwärts.

25Der HERR wird das Haus des Hoffärtigen zerbrechen und die Grenze der Witwe bestätigen.

26Die Anschläge des Argen sind dem HERRN ein Greuel; aber freundlich reden die Reinen.

27Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben.

28Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.

29Der HERR ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.

30Freundlicher Anblick erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.

31Das Ohr, das da hört die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen.

32Wer sich nicht ziehen läßt, der macht sich selbst zunichte; wer aber auf Strafe hört, der wird klug.

33Die Furcht des HERRN ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.

Übersetzung: Lutherbibel 1912