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Band 1 · Tag 191 von 365

Von Angst zu großer Freude

Monat 7: Er ist auferstanden! — Warum wir glauben · Herzenssache

⏱ ≈ 12 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Matthäus 28:8–10

8 Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, daß sie es seinen Jüngern verkündigten. Und da sie gingen seinen Jüngern zu verkündigen, 9 siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füße und fielen vor ihm nieder. 10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß sie gehen nach Galiläa; daselbst werden sie mich sehen.

Merkvers

Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da der HERR gelegen hat.Matthäus 28:6 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: 2. Chronik 26–27; Jesaja 1–3

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Jesaja beginnt damit, ein furchtsames Volk zurückzurufen zu dem Gott, der rettet.)

Worum es geht

Schaut, was in den Herzen der Frauen vorgeht. Sie gingen vom Grab „mit Furcht und großer Freude“ fort — beide Gefühle zugleich verflochten. Das ist so ehrlich, nicht wahr? Ihre Hände zitterten wahrscheinlich, während ihre Herzen hochflogen. Sie liefen, um es den Jüngern zu sagen, und dann geschah das Wunderbarste: Jesus selbst traf sie auf dem Weg. „Seid gegrüßet!“ sagte er. Sie kamen, hielten seine Füße und beteten ihn an. Und seine ersten sanften Worte an sie waren dieselben wie die des Engels: „Fürchtet euch nicht.“ Der auferstandene Jesus schalt sie nicht, weil sie Angst hatten. Er traf sie mitten in ihren durcheinandergewürfelten Gefühlen und verwandelte ihre Furcht in Freude.

Das ist eine Herzenssache-Wahrheit für eure ganze Familie: Jesus wartet nicht, bis ihr perfekte, ruhige Gefühle habt, bevor er nahe kommt. Er trifft uns, wo wir sind — ängstlich und fröhlich, verwirrt und hoffnungsvoll, alles zugleich. Weil er lebendig ist, tut er das noch heute. Wenn dein Kind Angst vor der Dunkelheit hat, oder du ängstlich bist wegen Geld oder der Zukunft, spricht der auferstandene Herr dieselben Worte: „Fürchtet euch nicht.“ Furcht schrumpft, wenn wir uns erinnern, dass das Grab leer ist. Der tiefste Grund für Freude in jedem Zuhause ist nicht, dass alles leicht ist, sondern dass Jesus lebt und nahe ist. Lasst eure Herzen heute zu ihm laufen, genau wie die Frauen.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Die Frauen hatten ein bisschen Angst und waren SO glücklich zugleich! Dann traf Jesus sie und sagte: „Fürchtet euch nicht.“ Jesus lebt und ist auch bei dir nahe!

Lasst es uns tun: Macht ein ängstliches Gesicht, dann ein riesiges fröhliches. Sagt zusammen: „Jesus lebt — fürchtet euch nicht!“

Die Mittleren 7–9

Die Frauen fühlten Furcht und Freude zusammen. Jesus wurde nicht böse; er tröstete sie. Was zeigt das darüber, wie Jesus mit uns umgeht, wenn wir Angst haben?

Reden wir darüber: Wovor hast du Angst? Wie hilft „Jesus lebt und ist nahe“?

Die Großen 10–13

Beachtet, die Frauen beteten Jesus an und er nahm es an — nur Gott darf angebetet werden (). Der auferstandene Christus wird zu Recht angebetet, weil er Gott ist.

Gehen wir tiefer: Wie hilft Anbetung, Furcht in Freude zu verwandeln? Wann hast du das gespürt?

💬 Gesprächsanstoß

Kannst du zwei gegensätzliche Dinge zugleich fühlen — wie nervös und aufgeregt vor etwas Großem? Die Frauen fühlten das am Ostermorgen, und Jesus traf sie genau in der Mitte.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Warum glauben wir, dass Frauen die ersten Zeugen waren? In jener Kultur hatte das Zeugnis einer Frau wenig rechtliches Gewicht — niemand, der eine Geschichte erfindet, hätte Frauen als die ersten gewählt, die den auferstandenen Jesus sahen. Die Evangelien berichten es trotzdem, was ein starkes Zeichen ist, dass sie die Wahrheit erzählen, keine überzeugende Erfindung.

Für Papa · Zum Vertiefen

Väter denken oft, ihre Aufgabe sei, jede Angst aus dem Zuhause zu entfernen. Aber beachte — Jesus tilgte die Furcht der Frauen nicht, indem er ihre Umstände änderte; er überwand sie mit seiner lebendigen Gegenwart und seinem Wort: „Fürchtet euch nicht.“ Das ist das Jüngerschaftsmuster für die ängstlichen Herzen deiner Kinder. Eile nicht, jedes Gefühl sofort in Ordnung zu bringen oder sie wegen ihrer Angst zu beschämen. Benenne das Gefühl ehrlich (Furcht und Freude können zusammen sitzen) und weise sie dann auf den auferstandenen Christus hin, der nahe kommt. Paul Tripp erinnert uns: Das größte Bedürfnis unserer Kinder sind nicht bessere Umstände, sondern ein größerer Gott. Wenn du modellierst, zu Jesus mit deinen eigenen Ängsten zu laufen statt sie zu verstecken, lehrst du eine lebenslange Gewohnheit des Glaubens. Anbetung, wie die Frauen lernten, ist die große Überwindung der Furcht.

Inspiriert von: Paul Tripp, Parenting: 14 Gospel Principles.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass Jesus uns in unserer Furcht trifft und sie in Freude verwandelt. Wenn wir Angst haben, hilf uns, zu dir zu laufen und dich anzubeten. Danke, dass unser Retter lebt und immer nahe ist. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Jesus trifft mich mitten in meiner Furcht und sagt: „Seid gegrüßet — fürchtet euch nicht.“