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Band 1 · Tag 220 von 365

Warum Gott „Vater“ nennen?

Monat 8: Mit Gott reden — Die betende Familie · Warum wir glauben

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Galater 4:6 und Johannes 1:12

6 Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater! — Galater 4:6
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; — Johannes 1:12

Merkvers

Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt.Matthäus 6:9 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Jeremia 7–9

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 220 von 365 — Gott sehnt sich nach ehrlichen Herzen, nicht nach leerer Religion.)

Worum es geht

Jesus lehrte uns, Gott „unser Vater“ zu nennen — aber wie können wir sicher sein, dass wir wirklich das Recht haben, den heiligen Gott des Universums mit einem so nahen, familiären Namen anzusprechen? Die Bibel antwortet klar. sagt: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben.“ Gottes Kind zu sein ist nicht für alle automatisch; es ist ein Geschenk, das er allen gibt, die Jesus aufnehmen und an seinen Namen glauben. Das Kreuz ist, wie Gott uns in seine Familie aufnimmt — Jesus trat an unsere Stelle, damit wir einen Kinderplatz am Tisch des Vaters einnehmen konnten.

Und hier ist das Wunderbare für eine geist-erfüllte Familie: Gott nennt uns nicht nur Kinder, er lässt uns auch fühlen, dass wir seine Kinder sind. „Dieweil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in eure Herzen, der da schreit: Abba, lieber Vater!“ (). „Abba“ war das warme, vertrauende Wort, das ein kleines jüdisches Kind für seinen Papa benutzte. Der Heilige Geist selbst legt diesen Ruf in unsere Herzen und versichert uns tief im Innern, dass wir wirklich dazugehören. Wenn wir „unser Vater“ beten, tun wir nicht so und sind nicht anmaßend — wir stimmen mit dem überein, was Gottes eigener Geist schon in uns sagt.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Wenn du Jesus liebst, wird Gott dein ganz eigener Papa im Himmel. Du gehörst ihm!

Lasst es uns tun: Sagt es laut und fröhlich zusammen: „Abba, lieber Vater!“ (Das heißt: „Papa, Gott!“)

Die Mittleren 7–9

Jeder, der Jesus aufnimmt, bekommt das Recht, Gottes Kind zu sein — es ist ein freies Geschenk, nichts, was wir verdienen.

Reden wir darüber: Was ist der Unterschied zwischen jemandem, den du „Herr“ nennst, und jemandem, den du „Papa“ nennst?

Die Großen 10–13

Der Heilige Geist in Gläubigen schreit „Abba, lieber Vater!“ und gibt uns die Gewissheit, dass wir Gott gehören (). Das ist das Zeugnis des Geistes mit unserem Geist ().

Gehen wir tiefer: Wie hilft es dir zu wissen, dass dein Gefühl der Zugehörigkeit zu Gott vom Geist kommt, nicht aus deiner eigenen Anstrengung?

💬 Gesprächsanstoß

Was tut ein wirklich guter Papa für seine Kinder?Stellt euch jetzt einen vollkommenen Vater im Himmel vor, der all das tut und nie versagt.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Wenn jemand sagt: „Man kann nicht wirklich wissen, dass Gott euer Vater ist — das ist bloß Wunschdenken,“ können wir freundlich antworten: die Bibel sagt, unser Stand als Gottes Kinder ruht auf einem echten Ereignis — Jesu Tod und Auferstehung — und einer echten Gabe, dem Heiligen Geist, dessen Gegenwart innere Gewissheit bringt, die Menschenleben verändert (). Es ist kein Wunsch, den wir erfanden; es ist eine Beziehung, die Gott anbietet und der Geist bestätigt. Wie sagt, geben wir diese Antwort „mit Sanftmut und Furcht“ — sanft und respektvoll, nie streitlustig.

Für Papa · Zum Vertiefen

Die Vaterschaft Gottes ist keine sentimentale Metapher; sie ist der lehrmäßige Grund unserer Annahme () und die Basis christlicher Gewissheit. Beachte, dass Paulus das Erlebnis des „Abba“-Rufes an die objektive Tat des Geistes knüpft — Gefühl und Tatsache zusammen. Für deine Kinder bist du ihr erstes Bild von Vaterschaft, und sie werden Gott tendenziell durch diese Linse lesen. Das ist ein ernsthaftes Vorrecht. Deine Zärtlichkeit, Gegenwart und Treue predigen vom Vater; deine Härte oder Abwesenheit können ihn verschwimmen lassen. Du wirst nicht perfekt sein, also weise sie über dich hinaus: „Ich werde euch manchmal enttäuschen — euer Vater im Himmel wird es nie.“

Inspiriert von: Sinclair Ferguson, Children of the Living God; und J.I. Packer, Knowing God („Sons of God“).

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass wir durch Jesus deine ganz eigenen Kinder sein dürfen. Danke für deinen Geist, der unseren Herzen sagt, dass wir wirklich dir gehören. Hilf uns, heute wie deine geliebten Kinder zu leben. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Durch Jesus bin ich nicht nur Gottes Geschöpf — ich bin Gottes Kind, und sein Geist sagt es.