A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 1 · Tag 223 von 365

Vergib uns, wie wir vergeben

Monat 8: Mit Gott reden — Die betende Familie · Andere lieben

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Matthäus 6:12, 14–15

12 Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben. … 14 Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben, 15 Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.

Merkvers

Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt.Matthäus 6:9 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Jeremia 18–22

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 223 von 365 — der HERR ist der Töpfer; wir sind der Ton.)

Worum es geht

Jesus setzte mitten in sein Gebet etwas Überraschendes: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben“ (). Eine „Schuld“ hier ist eine Sünde — ein Unrecht, das wir Gott schulden. Jeder von uns braucht jeden einzelnen Tag Gottes Vergebung, und die wunderbare Nachricht ist: Er gibt sie frei, weil Jesus unsere Schuld am Kreuz schon bezahlt hat. Aber Jesus verbindet unser Bitten mit unserem Geben: Er fügte sogar hinzu: „Denn wo ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebet, wird euch euer Vater eure Sünden auch nicht vergeben“ (V. 15). Das klingt streng — aber es geht wirklich ums Herz.

Der Punkt ist: Ein Herz, das Gottes gewaltige Vergebung wirklich empfangen hat, kann nicht zugekniffen und bitter gegen andere bleiben. Wenn uns ein Berg vergeben wurde, wie können wir jemandem einen Maulwurfshügel verweigern? Vergeben heißt nicht, so zu tun, als hätte das Unrecht nicht wehgetan oder nicht gezählt. Es heißt, das Recht loszulassen, jemanden zurückzuzahlen, und das Gott zu übergeben. Wenn dein kleiner Bruder dein Spielzeug kaputtmacht oder ein Freund etwas Unfreundliches sagt, ist Vergeben die Wahl, ihn trotzdem zu lieben — so wie der Vater dich liebt. Das ist eine der klarsten Arten, wie eine Familie der Welt zeigt, wie Gott wirklich ist.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Gott vergibt uns, wenn wir „Es tut mir leid“ sagen — und er will, dass wir anderen auch vergeben, auch wenn es schwer ist.

Lasst es uns tun: Übt die Worte: „Ich vergebe dir.“ Gebt jetzt jemandem im Raum eine große Umarmung.

Die Mittleren 7–9

Jesus verbindet Vergeben-werden mit Vergeben. Ein vergebenes Herz wird zu einem vergebenden Herzen.

Reden wir darüber: Ist es schwerer, „Es tut mir leid“ zu sagen oder „Ich vergebe dir“? Warum?

Die Großen 10–13

Vergeben heißt nicht, das Unrecht spiele keine Rolle; es heißt, die Schuld Gott zu übergeben statt Groll zu hegen (siehe ).

Gehen wir tiefer: Gibt es jemanden, dem du vergeben musst? Was wäre ein Schritt, den du diese Woche tun könntest?

💬 Gesprächsanstoß

Hat dich je jemand für etwas vergeben, und du hast diese Erleichterung gespürt? Erzählt davon.Das ist ein kleiner Vorgeschmack daran, wie Gott uns vergibt.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Manche sagen, Vergeben sei schwach oder unfair. Aber Vergeben heißt nicht, Gerechtigkeit zu ignorieren — es heißt, Gott als den gerechten Richter zu vertrauen (), statt selbst Rache zu nehmen. Es braucht große Stärke, und es ist genau das, was Kreise des Leids durchbricht — was die Welt genau braucht.

Für Papa · Zum Vertiefen

Das ist das einzige Bitten im Vaterunser, zu dem Jesus zurückkehrt und es erklärt (Vv. 14–15) — das zeigt, wie ernst er es nimmt. Missverstehe es nicht als „Verdienen“ der Vergebung — das Heil ist aus Gnade. Vielmehr zeigt ein unvergebendes Herz ein Herz, das Gnade noch nicht wirklich begriffen hat. Für deine Familie ist das Laboratorium euer eigenes Zuhause: Geschwister tun einander täglich Unrecht, und du und deine Frau müsst Reue und Vergebung laut vormachen. Eines der mächtigsten Dinge, die ein Vater tun kann, ist, zu seinen Kindern zu sagen: „Ich lag falsch; willst du mir vergeben?“ Dieser eine Satz predigt das Evangelium lauter als ein Vortrag und gibt ihnen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Inspiriert von: Paul Tripp, Parenting; und Tim Keller zum Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht ().

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass du alle unsere Sünden vergibst wegen Jesus. Hilf uns, anderen zu vergeben, so wie du uns vergibst — schnell und von Herzen. Nimm jeden Groll aus unserer Familie. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Ein Herz, das weiß, dass ihm viel vergeben wurde, wird gern anderen vergeben.