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Band 1 · Tag 68 von 365

Lass mein Volk ziehen: Die zehn Plagen

Monat 3: Die große Rettung · Biblische Geschichte

⏱ ≈ 12 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: 2. Mose 7:1–5

1 Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt über Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. 2 Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. 3 Aber ich will Pharaos Herz verhärten, daß ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Ägyptenland. 4 Und Pharao wird euch nicht hören, auf daß ich meine Hand in Ägypten beweise und führe mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägyptenland durch große Gerichte. 5 Und die Ägypter sollen's innewerden, daß ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde.

Merkvers

Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, an euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage.2. Mose 12:13 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: 4. Mose 33–34

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt.

Worum es geht

Der Pharao war der mächtigste Mann der Welt, und er hielt sich selbst für einen Gott. Da sandte Gott Mose und Aaron zu ihm mit vier kleinen Worten, die ein ganzes Reich erschütterten: „Lass mein Volk ziehen.“ Als der Pharao Nein sagte, zuckte Gott nicht mit den Schultern und gab auf. Er sandte zehn Plagen — Wasser, das zu Blut wurde, Frösche, Stechmücken, Fliegen, Viehseuche, Geschwüre, Hagel, Heuschrecken, Finsternis und zuletzt den Tod der Erstgeborenen. Jede einzelne war genau auf etwas gerichtet, das die Ägypter anbeteten, damit alle dieselbe Lektion lernten: Es gibt nur einen wahren Gott, und die falschen Götter Ägyptens konnten niemanden retten.

Achte darauf, was Gott hier sagt: „Die Ägypter sollen erfahren, dass ich der HERR bin.“ Die Plagen waren nie nur Strafe — durch sie machte Gott sich bekannt. Ja, er rettete sein Volk, doch zugleich zeigte er der ganzen Welt, dass er allein wirklich ist, dass er allein Macht hat und dass er allein seine Verheißungen hält. Derselbe Gott, der das Nein des Pharao nicht das letzte Wort sein ließ, ist der Gott, der uns heute hört. Wenn wir uns klein fühlen gegenüber etwas Großem, dann erinnern wir uns: Nichts ist zu stark für den Gott, der Ägypten mit einem Wort brach.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Gott sagte zum Pharao: „Lass mein Volk ziehen!“ Der Pharao war stark, aber Gott ist der Allerstärkste.

Lasst es uns tun: Stellt euch ganz groß hin und ruft es gemeinsam laut und mutig: „Lass mein Volk ziehen!“

Die Mittleren 7–9

Gott sandte zehn Plagen, um zu zeigen, dass die erfundenen Götter Ägyptens niemanden retten konnten — nur er konnte das.

Reden wir darüber: Warum hat Gott wohl gesagt, die Ägypter würden „erfahren, dass ich der HERR bin“?

Die Großen 10–13

Jede Plage traf einen Gott, dem die Ägypter vertrauten. Gott bewies einen nach dem anderen, dass er allein Herr über die ganze Schöpfung ist.

Gehen wir tiefer: Welchen „großen Dingen“ vertrauen Menschen heute statt auf Gott? Wie gibt diese Geschichte darauf eine Antwort?

💬 Gesprächsanstoß

Wer ist der stärkste Mensch, der dir einfällt? Und nun — gibt es irgendjemanden oder irgendetwas, das stärker ist als Gott?Der Pharao hat die Antwort auf die harte Tour herausgefunden!

🛡️ Den Glauben verteidigen

Woher wissen wir, dass das wirklich geschehen ist? Mose hat es als Geschichte aufgeschrieben, nicht als Sage, und Jesus selbst sprach von Mose und dem Auszug als von etwas Wirklichem (). Ein Gott, der mächtig genug ist, die Welt zu erschaffen (), ist gewiss auch mächtig genug, einen einzigen sturen König zu demütigen.

Für Papa · Zum Vertiefen

Manchmal werden die Plagen so gelesen, als wäre Gott hart gewesen — doch sieh genauer hin: Gott gab dem Pharao Gelegenheit um Gelegenheit, Plage um Plage, Mal um Mal, um umzukehren. Bei jedem Schritt wurde Barmherzigkeit angeboten; das Gericht kam erst nach wiederholter, verstockter Weigerung. Das ist das Herz Gottes gegenüber den Sündern — er will nicht, „dass jemand verloren werde“ (). Als Vater bewahrt dich das vor zwei Irrtümern: vor einem weichen Gott, der dem Bösen nie entgegentritt, und vor einem harten Gott, der seine Freude daran hat. Der wahre Gott warnt geduldig und handelt dann gerecht. Führe deine Kinder dahin, beides zu sehen — seine Güte und seinen Ernst; ein Kind, das nur das eine kennt, wird Gott nicht wirklich kennen.

Inspiriert von: Tony Evans, Tony Evans' Book of Illustrations / The Tony Evans Bible Commentary.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, du bist der eine wahre Gott, und nichts ist zu stark für dich. Danke, dass du dein Volk hörst und deine Verheißungen hältst. Hilf unserer Familie, deiner Macht und deiner Geduld zu vertrauen. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Nichts ist zu stark für den Gott, der ein ganzes Reich mit einem Wort brach — und er steht auf der Seite seines Volkes.