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Bibel in einem Jahr (optional)

Jesus folgen · Band 2

Hiob 41–42; Psalmen 1

Tag 147 von 365 · Lutherbibel 1912

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Hiob 41 · 1/3
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Hiob 41

1[40:25] Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Haken und seine Zunge mit einer Schnur fassen?

2[40:26] Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm die Backen durchbohren?

3[40:27] Meinst du, er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln?

4[40:28] Meinst du, daß er einen Bund mit dir machen werde, daß du ihn immer zum Knecht habest?

5[40:29] Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel oder ihn für deine Dirnen anbinden?

6[40:30] Meinst du die Genossen werden ihn zerschneiden, daß er unter die Kaufleute zerteilt wird?

7[40:31] Kannst du mit Spießen füllen seine Haut und mit Fischerhaken seinen Kopf?

8[40:32] Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, daß es ein Streit ist, den du nicht ausführen wirst.

9[40:1] Siehe, die Hoffnung wird jedem fehlen; schon wenn er seiner ansichtig wird, stürzt er zu Boden.

10[41:2] Niemand ist so kühn, daß er ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir stehen könnte?

11[41:3] Wer hat mir etwas zuvor getan, daß ich's ihm vergelte? Es ist mein, was unter allen Himmeln ist.

12[41:4] Dazu muß ich nun sagen, wie groß, wie mächtig und wohlgeschaffen er ist.

13[41:5] Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zu greifen?

14[41:6] Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun? Schrecklich stehen seine Zähne umher.

15[41:7] Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und eng ineinander.

16[41:8] Eine rührt an die andere, daß nicht ein Lüftlein dazwischengeht.

17[41:9] Es hängt eine an der andern, und halten zusammen, daß sie sich nicht voneinander trennen.

18[41:10] Sein Niesen glänzt wie ein Licht; seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenröte.

19[41:11] Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus.

20[41:12] Aus seiner Nase geht Rauch wie von heißen Töpfen und Kesseln.

21[41:13] Sein Odem ist wie eine lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen.

22[41:14] Auf seinem Hals wohnt die Stärke, und vor ihm her hüpft die Angst.

23[41:15] Die Gliedmaßen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm, daß er nicht zerfallen kann.

24[41:16] Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein unterer Mühlstein.

25[41:17] Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken; und wenn er daherbricht, so ist keine Gnade da.

26[41:18] Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht, oder mit Spieß, Geschoß und Panzer.

27[41:19] Er achtet Eisen wie Stroh, und Erz wie faules Holz.

28[41:20] Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Stoppeln.

29[41:21] Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze.

30[41:22] Unten an ihm sind scharfe Scherben; er fährt wie mit einem Dreschwagen über den Schlamm.

31[41:23] Er macht, daß der tiefe See siedet wie ein Topf, und rührt ihn ineinander, wie man eine Salbe mengt.

32[41:24] Nach ihm leuchtet der Weg; er macht die Tiefe ganz grau.

33[41:25] Auf Erden ist seinesgleichen niemand; er ist gemacht, ohne Furcht zu sein.

34[41:26] Er verachtet alles, was hoch ist; er ist ein König über alles stolze Wild.

Hiob 42

1Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach:

2Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.

3“Wer ist der, der den Ratschluß verhüllt mit Unverstand?” Darum bekenne ich, daß ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.

4“So höre nun, laß mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!”

5Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat dich mein Auge gesehen.

6Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.

7Da nun der HERR mit Hiob diese Worte geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt über dich und deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

8So nehmt nun sieben Farren und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für euch und laßt meinen Knecht Hiob für euch bitten. Denn ich will ihn ansehen, daß ich an euch nicht tue nach eurer Torheit; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

9Da gingen hin Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema und taten, wie der HERR ihnen gesagt hatte; und der HERR sah an Hiob.

10Und der HERR wandte das Gefängnis Hiobs, da er bat für seine Freunde. Und der Herr gab Hiob zwiefältig so viel, als er gehabt hatte.

11Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn vormals kannten, und aßen mit ihm in seinem Hause und kehrten sich zu ihm und trösteten ihn über alles Übel, das der HERR hatte über ihn kommen lassen. Und ein jeglicher gab ihm einen schönen Groschen und ein goldenes Stirnband.

12Und der HERR segnete hernach Hiob mehr denn zuvor, daß er kriegte vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen.

13Und er kriegte sieben Söhne und drei Töchter;

14und hieß die erste Jemima, die andere Kezia und die dritte Keren-Happuch.

15Und wurden nicht so schöne Weiber gefunden in allen Landen wie die Töchter Hiobs. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brüdern.

16Und Hiob lebte nach diesem hundert und vierzig Jahre, daß er sah Kinder und Kindeskinder bis ins vierte Glied.

17Und Hiob starb alt und lebenssatt.

Psalm 1

1Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen,

2sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!

3Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl.

4Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

5Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.

6Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.

Übersetzung: Lutherbibel 1912