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Band 2 · Tag 15 von 365

Josef und der Name Jesus

Monat 1: Das Wort wurde Fleisch · Biblische Geschichte

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Matthäus 1:18–25

18 Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich's ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. 19 Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. 20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. 22 Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllt würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: 23 “Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen”, das ist verdolmetscht: Gott mit uns. 24 Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des HERRN Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. 25 Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.

Merkvers

Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.Matthäus 1:21 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: 1. Mose 47–49

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 15 von 365 — Jakob segnet seine Söhne, und die Verheißung weist auf einen kommenden König hin.)

Worum es geht

Josef hatte ein Problem, das niemand beneiden würde. Er war mit Maria verlobt, und bevor sie zusammenkamen, wurde sie schwanger befunden. Josef war ein guter und sanfter Mann — die Bibel nennt ihn „gerecht“ —, darum wollte er die Verlobung still lösen, statt sie öffentlich zu beschämen. Er verstand noch nicht, was Gott tat. Dann kam ein Engel im Traum zu ihm und sagte die Wahrheit: Dieses Kind war vom Heiligen Geist empfangen, und Josef sollte Maria zur Frau nehmen und den Knaben Jesus nennen. Der Name war ein Befehl — und ein Versprechen.

Der Name „Jesus“ bedeutet „der HERR rettet“. Der Engel erklärte genau, warum er diesen Namen trägt: „…du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.“ Beachtet, wovor er uns retten kam — nicht hauptsächlich vor Rom oder Armut oder schweren Zeiten, sondern vor dem tiefsten Problem jedes menschlichen Herzens: Sünde, die uns von Gott trennt. Schon in der ersten Verkündigung steht die ganze Sendung Jesu in seinem Namen geschrieben. Er ist nicht nur ein großer Lehrer oder ein gutes Vorbild; er ist der Heiland. Und Josef tat, als er erwachte, genau das, was der Engel sagte. Er gehorchte, bevor er alles verstand — so sieht Vertrauen zu Gott oft aus.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Ein Engel sagte Josef, wie er das Baby nennen soll — Jesus! Sein Name bedeutet: Gott rettet uns. Darum kam Jesus.

Lasst es uns tun: Sagt den Namen „Jesus“ dreimal und klatscht jedes Mal: „Jesus rettet!“

Die Mittleren 7–9

Josef tat das Richtige, obwohl es schwer war, und gehorchte Gott, bevor er alle Antworten hatte.

Reden wir darüber: Warum hat Gott Josef gleich am Anfang die Bedeutung von Jesu Namen gesagt?

Die Großen 10–13

„Jesus“ (Jeschua) bedeutet „der HERR rettet“. Der Vers sagt uns, wovor er uns rettet — von unseren Sünden —, nicht nur von schweren Umständen.

Gehen wir tiefer: Wenn Jesus hauptsächlich kam, uns von Sünde zu retten — was sagt das über das größte Problem der Menschheit? Stimmen die meisten Menschen um euch zu?

💬 Gesprächsanstoß

Hat dich schon einmal jemand gebeten, etwas zu tun, bevor du vollständig verstanden hast, warum? Wie fühlte es sich an, ihm zu vertrauen?Josef vertraute Gott so.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Manche sagen, die Jungfrauengeburt sei alten Mythen entliehen. Doch die Evangelienberichte sind nüchtern und konkret — Namen, Orte, Familienlinien —, nicht im fantastischen Stil von Legenden, und die frühe Gemeinde litt groß, statt diese Behauptung abzuschwächen (). Sie berichteten, was sie für wahr hielten.

Für Papa · Zum Vertiefen

Es ist bemerkenswert, wie viel von Gottes Werk in der Schrift auf stillen, gehorsamen Männern wie Josef ruht, der im Evangelium kein aufgezeichnetes Wort spricht. Er tut einfach, was Gott sagt — nimmt Maria, nennt das Kind, schützt sie. Papa, deine Kinder sehen dieselbe Art unglamouröser Treue an dir: die Gebete, die niemand sieht, die Entschuldigung, die du anbietest, das stetige Da-Sein. Josef zeigt eine Vaterschaft, die Gott gehorcht, bevor sie ihn vollständig versteht, und vertraut, dass der, der die Anweisungen gibt, sieht, was wir nicht können. Der Name „Jesus“ rückt auch dein Zuhause ins Zentrum des Evangeliums: Er kam, uns von unseren Sünden zu retten — unser tiefstes Familienbedürfnis ist nicht besseres Verhalten, sondern ein Heiland. Führe sie zu ihm, nicht nur zu guten Regeln.

Inspiriert von: D. A. Carson, Matthäus (Expositor's Bible Commentary).

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass du Jesus gesandt hast, dessen Name bedeutet, dass du uns rettest. Hilf uns, wie Josef, dir zu gehorchen, auch bevor wir alles verstehen. Rette uns von unseren Sünden und mach uns zu deinen. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Sein Name ist Jesus, weil er kam, uns von unseren Sünden zu retten.