Bibel in einem Jahr (optional)
Jesus folgen · Band 2
Psalmen 44–47
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Psalm 44
1Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Gott, wir haben's mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben's uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.
2Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Völker verderbt, aber sie hast du ausgebreitet.
3Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
4Du, Gott, bist mein König, der du Jakob Hilfe verheißest.
5Durch dich wollen wir unsre Feinde zerstoßen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.
6Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen;
7sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machst zu Schanden, die uns hassen.
8Wir wollen täglich rühmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. (Sela.)
9Warum verstößest du uns denn nun und lässest uns zu Schanden werden und ziehst nicht aus unter unserm Heer?
10Du lässest uns fliehen vor unserm Feind, daß uns berauben, die uns hassen.
11Du lässest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden.
12Du verkaufst dein Volk umsonst und nimmst nichts dafür.
13Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind.
14Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden und daß die Völker das Haupt über uns schütteln.
15Täglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Scham,
16daß ich die Schänder und Lästerer hören und die Feinde und Rachgierigen sehen muß.
17Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch dein nicht vergessen noch untreu in deinem Bund gehandelt.
18Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Gang gewichen von deinem Weg,
19daß du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis.
20Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott,
21würde das Gott nicht finden? Er kennt ja unsers Herzens Grund.
22Denn wir werden ja um deinetwillen täglich erwürgt und sind geachtet wie Schlachtschafe.
23Erwecke dich, Herr! Warum schläfst Du? Wache auf und verstoße uns nicht so gar!
24Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und unsrer Drangsal?
25Denn unsre Seele ist gebeugt zur Erde; unser Leib klebt am Erdboden.
26Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen!
Psalm 45
1Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah, von den Rosen, vorzusingen. Mein Herz dichtet ein feines Lied; ich will singen von meinem König; meine Zunge ist wie der Griffel eines guten Schreibers.
2Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.
3Gürte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmücke dich schön!
4Es müsse dir gelingen in deinem Schmuck. Zieh einher der Wahrheit zugut, und die Elenden bei Recht zu erhalten, so wird deine rechte Hand Wunder vollbringen.
5Scharf sind deine Pfeile, daß die Völker vor dir niederfallen; sie dringen ins Herz der Feinde des Königs.
6Gott, dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter.
7Du liebest die Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl mehr denn deine Gesellen.
8Deine Kleider sind eitel Myrrhe, Aloe und Kassia, wenn du aus den elfenbeinernen Palästen dahertrittst in deiner schönen Pracht.
9In deinem Schmuck gehen der Könige Töchter; die Braut steht zu deiner Rechten in eitel köstlichem Gold.
10Höre, Tochter, sieh und neige deine Ohren; vergiß deines Volkes und Vaterhauses,
11so wird der König Lust an deiner Schöne haben; denn er ist dein HERR, und ihn sollst du anbeten.
12Die Tochter Tyrus wird mit Geschenk dasein; die Reichen im Volk werden vor dir flehen.
13Des Königs Tochter drinnen ist ganz herrlich; sie ist mit goldenen Gewändern gekleidet.
14Man führt sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führt man zu dir.
15Man führt sie mit Freuden und Wonne, und sie gehen in des Königs Palast.
16An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt.
17Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewiglich.
Psalm 46
1Ein Lied der Kinder Korah, von der Jugend, vorzusingen. Gott ist unsre Zuversicht und Stärke. Eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
2Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,
3wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. (Sela.)
4Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
5Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.
6Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt.
7Der HERR Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. (Sela.)
8Kommet her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch zerstören anrichtet,
9der den Kriegen steuert in aller Welt, den Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.
10Seid stille und erkennet, daß ich GOTT bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden; ich will Ehre einlegen auf Erden.
11Der HERR Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. (Sela.)
Psalm 47
1Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Frohlocket mit Händen, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!
2Denn der HERR, der Allerhöchste, ist erschrecklich, ein großer König auf dem ganzen Erdboden.
3Er zwingt die Völker unter uns und die Leute unter unsre Füße.
4Er erwählt uns unser Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebt. (Sela.)
5Gott fährt auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune.
6Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm König!
7Denn Gott ist König auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klüglich!
8Gott ist König über die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.
9Die Fürsten unter den Völkern sind versammelt zu einem Volk des Gottes Abrahams; denn Gottes sind die Schilde auf Erden, er hat sie erhöht.
Übersetzung: Lutherbibel 1912