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Bibel in einem Jahr (optional)

Jesus folgen · Band 2

Psalmen 80–83

Tag 172 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 80 · 1/4
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Psalm 80

1Ein Psalm und Zeugnis Asaphs, von den Rosen, vorzusingen. Du Hirte Israels, höre, der du Joseph hütest wie Schafe; erscheine, der du sitzest über dem Cherubim!

2Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!

3Gott, tröste uns und laß leuchten dein Antlitz; so genesen wir.

4HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen bei dem Gebet deines Volkes?

5Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit großem Maß voll Tränen.

6Du setzest uns unsre Nachbarn zum Zank, und unsre Feinde spotten unser.

7Gott Zebaoth, tröste uns, laß leuchten dein Antlitz; so genesen wir.

8Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholt und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzt.

9Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllt hat.

10Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.

11Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom.

12Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreißt, alles, was vorübergeht?

13Es haben ihn zerwühlt die wilden Säue, und die wilden Tiere haben ihn verderbt.

14Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und sieh an und suche heim diesen Weinstock

15und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzt hat und den du dir fest erwählt hast.

16Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reißens ein Ende werde.

17Deine Hand schütze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir fest erwählt hast;

18so wollen wir nicht von dir weichen. Laß uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.

19HERR, Gott Zebaoth, tröste uns, laß dein Antlitz leuchten; so genesen wir.

Psalm 81

1Auf der Gittith, vorzusingen, Asaphs. Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist; jauchzt dem Gott Jakobs!

2Hebet an mit Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter!

3Blaset im Neumond die Posaune, in unserm Fest der Laubhütten!

4Denn solches ist die Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs.

5Solche hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus Ägyptenland zogen und fremde Sprache gehört hatten,

6da ich ihre Schulter von der Last entledigt hatte und ihre Hände der Körbe los wurden.

7Da du mich in der Not anriefst, half ich dir aus; ich erhörte dich, da dich das Wetter überfiel, und versuchte dich am Haderwasser. (Sela.)

8Höre, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich hören,

9daß unter dir kein anderer Gott sei und du keinen fremden Gott anbetest.

10Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat: Tue deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen!

11Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht.

12So habe ich sie gelassen in ihres Herzens Dünkel, daß sie wandeln nach ihrem Rat.

13Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,

14so wollte ich ihre Feinde bald dämpfen und meine Hand über ihre Widersacher wenden,

15und denen, die den HERRN hassen, müßte es wider sie fehlen; ihre Zeit aber würde ewiglich währen,

16und ich würde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.

Psalm 82

1Ein Psalm Asaphs. Gott steht in der Gemeinde Gottes und ist Richter unter den Göttern.

2Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? (Sela.)

3Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht.

4Errettet den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt.

5Aber sie lassen sich nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes wanken.

6Ich habe wohl gesagt: “Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten”;

7aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.

8Gott, mache dich auf und richte den Erdboden; denn du bist Erbherr über alle Heiden!

Psalm 83

1Ein Psalmlied Asaphs. Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so still; Gott, halt doch nicht so inne!

2Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.

3Sie machen listige Anschläge gegen dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.

4“Wohl her!” sprechen sie; “laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!”

5Denn sie haben sich miteinander vereinigt und einen Bund wider dich gemacht,

6die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,

7der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister samt denen zu Tyrus;

8Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen; sie helfen den Kindern Lot. (Sela.)

9Tue ihnen, wie den Midianitern, wie Sisera, wie Jabin am Bach Kison,

10die vertilgt wurden bei Endor und wurden zu Kot auf der Erde.

11Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,

12die da sagen: Wir wollen Häuser Gottes einnehmen.

13Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde.

14Wie ein Feuer den Wald verbrennt und wie eine Flamme die Berge anzündet:

15also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.

16Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach deinem Namen fragen müssen, o HERR.

17Schämen müssen sie sich und erschrecken auf immer und zu Schanden werden und umkommen;

18so werden sie erkennen, daß du mit deinem Namen heißest HERR allein und der Höchste in aller Welt.

Übersetzung: Lutherbibel 1912