Bibel in einem Jahr (optional)
Jesus folgen · Band 2
Psalmen 129–131
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Psalm 129
1Ein Lied im höhern Chor. Sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf, so sage Israel,
2sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht.
3Die Pflüger haben auf meinen Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen.
4Der HERR, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.
5Ach daß müßten zu Schanden werden und zurückkehren alle, die Zion gram sind!
6Ach daß sie müßten sein wie das Gras auf den Dächern, welches verdorrt, ehe man es ausrauft,
7von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Arm
8und die vorübergehen nicht sprechen: “Der Segen des HERRN sei über euch! wir segnen euch im Namen des HERRN”!
Psalm 130
1Ein Lied im höhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir.
2Herr, höre auf meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
3So du willst, HERR, Sünden zurechnen, Herr, wer wird bestehen?
4Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte.
5Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.
6Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern.
7Israel, hoffe auf den HERRN! denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm,
8und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Psalm 131
1Ein Lied Davids im höhern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz; ich wandle nicht in großen Dingen, die mir zu hoch sind.
2Ja, ich habe meine Seele gesetzt und gestillt; so ist meine Seele in mir wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter.
3Israel, hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!
Übersetzung: Lutherbibel 1912