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Jesus folgen · Band 2

Sprüche 12–14

Tag 197 von 365 · Lutherbibel 1912

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Sprüche 12 · 1/3
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Sprüche 12

1Wer sich gern läßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr.

2Wer fromm ist, der bekommt Trost vom HERRN; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst.

3Ein gottlos Wesen fördert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.

4Ein tugendsam Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein.

5Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschläge der Gottlosen sind Trügerei.

6Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.

7Die Gottlosen werden umgestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.

8Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die da tückisch sind, werden zu Schanden.

9Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß sein will, und des Brotes mangelt.

10Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.

11Wer seinen Acker baut, der wird Brot die Fülle haben; wer aber unnötigen Sachen nachgeht, der ist ein Narr.

12Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.

13Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Angst.

14Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdient haben.

15Dem Narren gefällt seine Weise wohl; aber wer auf Rat hört, der ist weise.

16Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug.

17Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.

18Wer unvorsichtig herausfährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam.

19Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.

20Die, so Böses raten, betrügen; aber die zum Frieden raten, schaffen Freude.

21Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglück sein.

22Falsche Mäuler sind dem HERRN ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl.

23Ein verständiger Mann trägt nicht Klugheit zur Schau; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus.

24Fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, wird müssen zinsen.

25Sorge im Herzen kränkt, aber ein freundliches Wort erfreut.

26Der Gerechte hat's besser denn sein Nächster; aber der Gottlosen Weg verführt sie.

27Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich.

28Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod.

Sprüche 13

1Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater züchtigen; aber ein Spötter gehorcht der Strafe nicht.

2Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln.

3Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.

4Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.

5Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose schändet und schmäht sich selbst.

6Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringt zu Fall den Sünder.

7Mancher ist arm bei großem Gut, und mancher ist reich bei seiner Armut.

8Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hört kein Schelten.

9Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird auslöschen.

10Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.

11Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhält, das wird groß.

12Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstet das Herz; wenn's aber kommt, was man begehrt, das ist wie ein Baum des Lebens.

13Wer das Wort verachtet, der verderbt sich selbst; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird's vergolten.

14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.

15Feine Klugheit schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Wehe.

16Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.

17Ein gottloser Bote bringt Unglück; aber ein treuer Bote ist heilsam.

18Wer Zucht läßt fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne strafen läßt, wird zu ehren kommen.

19Wenn's kommt, was man begehrt, das tut dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Greuel.

20Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben.

21Unglück verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.

22Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Gut wird für den Gerechten gespart.

23Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht tun, verderben.

24Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.

25Der Gerechte ißt, daß sein Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug.

Sprüche 14

1Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.

2Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.

3Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.

4Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschäftig ist, da ist viel Einkommen.

5Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lügen.

6Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.

7Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.

8Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.

9Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.

10Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.

11Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.

12Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.

13Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.

14Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird über ihn sein.

15Ein Unverständiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.

16Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch.

17Ein Ungeduldiger handelt töricht; aber ein Bedächtiger haßt es.

18Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.

19Die Bösen müssen sich bücken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.

20Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.

21Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!

22Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren.

23Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.

24Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.

25Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt.

26Wer den HERRN fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.

27Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.

28Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde.

29Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.

30Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.

31Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.

32Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.

33Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.

34Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

35Ein kluger Knecht gefällt dem König wohl; aber einem schändlichen Knecht ist er feind.

Übersetzung: Lutherbibel 1912