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Bibel in einem Jahr (optional)

Jesus folgen · Band 2

Sprüche 15–17

Tag 198 von 365 · Lutherbibel 1912

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Sprüche 15 · 1/3
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Sprüche 15

1Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.

2Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speit eitel Narrheit.

3Die Augen des HERRN schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen.

4Ein heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte macht Herzeleid.

5Der Narr lästert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden.

6In des Gerechten Haus ist Guts genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.

7Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht richtig.

8Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm.

9Der Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.

10Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Strafe haßt, der muß sterben.

11Hölle und Abgrund ist vor dem HERRN; wie viel mehr der Menschen Herzen!

12Der Spötter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen.

13Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.

14Ein kluges Herz handelt bedächtig; aber der Narren Mund geht mit Torheit um.

15Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.

16Es ist besser ein wenig mit der Furcht des HERRN denn großer Schatz, darin Unruhe ist.

17Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochse mit Haß.

18Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.

19Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg des Frommen ist wohl gebahnt.

20Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein törichter Mensch ist seiner Mutter Schande.

21Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.

22Die Anschläge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber sind, bestehen sie.

23Es ist einem Manne eine Freude, wenn er richtig antwortet; und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich.

24Der Weg des Lebens geht überwärts für den Klugen, auf daß er meide die Hölle unterwärts.

25Der HERR wird das Haus des Hoffärtigen zerbrechen und die Grenze der Witwe bestätigen.

26Die Anschläge des Argen sind dem HERRN ein Greuel; aber freundlich reden die Reinen.

27Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben.

28Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.

29Der HERR ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.

30Freundlicher Anblick erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.

31Das Ohr, das da hört die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen.

32Wer sich nicht ziehen läßt, der macht sich selbst zunichte; wer aber auf Strafe hört, der wird klug.

33Die Furcht des HERRN ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.

Sprüche 16

1Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden soll.

2Einem jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HERR wägt die Geister.

3Befiehl dem HERRN deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen.

4Der HERR macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag.

5Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hängen.

6Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnt, und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.

7Wenn jemands Wege dem HERRN wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.

8Es ist besser ein wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommen mit Unrecht.

9Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein gibt, daß er fortgehe.

10Weissagung ist in dem Munde des Königs; sein Mund fehlt nicht im Gericht.

11Rechte Waage und Gewicht ist vom HERRN; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke.

12Den Königen ist Unrecht tun ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.

13Recht raten gefällt den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.

14Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.

15Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine Gnade ist wie ein Spätregen.

16Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser als Gold; und Verstand haben ist edler als Silber.

17Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahrt, der erhält sein Leben.

18Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.

19Es ist besser niedrigen Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffärtigen.

20Wer eine Sache klüglich führt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verläßt!

21Ein Verständiger wird gerühmt für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl.

22Klugheit ist wie ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit.

23Ein weises Herz redet klug und lehrt wohl.

24Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen die Gebeine.

25Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.

26Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul.

27Ein loser Mensch gräbt nach Unglück, und in seinem Maul brennt Feuer.

28Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Freunde uneins.

29Ein Frevler lockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten Weg.

30Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen andeutet, vollbringt Böses.

31Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden wird.

32Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Mutes Herr ist, denn der Städte gewinnt.

33Das Los wird geworfen in den Schoß; aber es fällt, wie der HERR will.

Sprüche 17

1Es ist ein trockner Bissen, daran man sich genügen läßt, besser denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader.

2Ein kluger Knecht wird herrschen über unfleißige Erben und wird unter den Brüdern das Erbe austeilen.

3Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prüft der HERR die Herzen.

4Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher gehorcht den schädlichen Zungen.

5Wer des Dürftigen spottet, der höhnt desselben Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, der wird nicht ungestraft bleiben.

6Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter.

7Es steht einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel weniger einem Fürsten, daß er gern lügt.

8Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet.

9Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.

10Schelten bringt mehr ein an dem Verständigen denn hundert Schläge an dem Narren.

11Ein bitterer Mensch trachtet, eitel Schaden zu tun; aber es wird ein grimmiger Engel über ihn kommen.

12Es ist besser, einem Bären begegnen, dem die Jungen geraubt sind, denn einem Narren in seiner Narrheit.

13Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird Böses nicht lassen.

14Wer Hader anfängt, ist gleich dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Laß du vom Hader, ehe du drein gemengt wirst.

15Wer den Gottlosen gerechtspricht und den Gerechten verdammt, die sind beide dem HERRN ein Greuel.

16Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist?

17Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden.

18Es ist ein Narr, der in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen Nächsten.

19Wer Zank liebt, der liebt Sünde; und wer seine Türe hoch macht, ringt nach Einsturz.

20Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglück fallen.

21Wer einen Narren zeugt, der hat Grämen; und eines Narren Vater hat keine Freude.

22Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrübter Mut vertrocknet das Gebein.

23Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts.

24Ein Verständiger gebärdet sich weise; ein Narr wirft die Augen hin und her.

25Ein törichter Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrübnis der Mutter, die ihn geboren hat.

26Es ist nicht gut, daß man den Gerechten schindet, noch den Edlen zu schlagen, der recht handelt.

27Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede; und ein verständiger Mann ist kaltes Muts.

28Ein Narr, wenn er schwiege, wurde auch für weise gerechnet, und für verständig, wenn er das Maul hielte.

Übersetzung: Lutherbibel 1912