A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 2 · Tag 211 von 365

Jesus heißt die kleinen Kinder willkommen

Monat 8: Das Herz Jesu · Biblische Geschichte

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Markus 10:13–16

13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. 14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. 15 Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Merkvers

Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.Markus 10:14 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Jesaja 6–9

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Jesaja sieht den HERRN hoch und erhöht, und Hunderte von Jahren früher nennt er ein kommendes Kind: „Wunderbar, Rat, Held, Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“)

Worum es geht

Stellt euch die Szene vor. Jesus ist müde, umringt von Menschen, gedrängt von der Menge und schweren Fragen — und da drängen Eltern mit ihren Kleinen durch, in der Hoffnung, er möge sie nur berühren. Die Jünger winken sie weg. Wichtiger Lehrer, große Probleme, keine Zeit für Kleinkinder. Aber Markus sagt uns, Jesus war „sehr unwillig“ — wirklich verärgert — über seine eigenen Freunde deswegen. Er hielt alles an. „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht.“ Dann tat er mehr als sie zu berühren: „Er nahm sie auf die Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.“ So zeigt sich das Herz Jesu in voller Klarheit. Niemand ist ihm zu klein, zu jung, zu unwichtig oder zu störend.

Und achtet auf das, was Jesus als Nächstes sagt — er erträgt Kinder nicht nur, er hält sie als Vorbild hoch. „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.“ Ein kleines Kind verdient sich keine Umarmung von einem liebenden Elternteil; es rennt einfach hin und empfängt sie mit offenen Armen. So kommt das Reich Gottes zu jedem — nicht dadurch, dass man groß genug, klug genug oder gut genug ist, es zu verdienen, sondern indem man einfach mit leeren Händen zu Jesus kommt und ihm vertraut. Dieselben Arme, die sich für jene Kinder öffneten, sind heute Abend für eure Familie offen.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Einige Erwachsene sagten: „Stört Jesus nicht, ihr seid zu klein!“ Aber Jesus sagte: „Nein! Lasset sie zu mir kommen!“ — und er nahm die Kinder auf und umarmte sie.

Lasst es uns tun: Macht die Arme weit auf wie Jesus und sagt: „Kommt zu mir!“ Dann gebt jemandem in der Familie eine große Umarmung.

Die Mittleren 7–9

Die Jünger dachten, die Kinder seien eine Ablenkung. Jesus sagte, Kinder sind genau die Art von Menschen, die in Gottes Reich kommen. Was können kleine Kinder besonders gut, was Erwachsene manchmal vergessen?

Reden wir darüber: Was heißt es, „wie ein Kind zu Jesus zu kommen“ — ohne Angeben, einfach mit Vertrauen?

Die Großen 10–13

Jesus sagt, wir müssen das Reich wie ein Kind empfangen — nicht erringen. Ein Kind kann die Liebe eines Elternteils nicht verdienen; es empfängt sie einfach. Das ist Gnade.

Gehen wir tiefer: Bist du manchmal versucht zu denken, du müsstest erst „gut genug“ sein, bevor Gott dich annimmt? Wie befreit dich dieser Vers davon?

💬 Gesprächsanstoß

Als du klein warst — wer war der Erwachsene, der sich immer Zeit für dich nahm, egal wie beschäftigt er war? Wie hat sich das angefühlt?

🛡️ Den Glauben verteidigen

Manche sagen, das Christentum sei nur für Menschen, die zu schwach sind für das echte Leben. Aber dass Jesus kindliches Vertrauen lobt, ist keine Schwäche — es ist Ehrlichkeit über die Wirklichkeit: Keiner von uns hat sich selbst gemacht, sich selbst gerettet oder hält seinen nächsten Atemzug. Mit offenen Händen zu Gott zu kommen ist nicht unreif; es ist das Wahrste, was ein Mensch tun kann.

Für Papa · Zum Vertiefen

Eile nicht darüber hinweg, wie zornig Jesus hier wurde. Das griechische Wort, das Markus wählt, ist stark — Unwillen. Was den Herrn verärgerte, war, dass seine eigenen Jünger Kinder als Störung der „echten“ Arbeit behandelten. Lass das in deinem Zuhause landen. Die Jüngerschaft deiner Kinder ist keine Pause von deiner Mission; sie ist eine Front davon. Väter können leise den Instinkt der Jünger aufnehmen — dass die wichtige Arbeit draußen passiert, mit Erwachsenen, und die Kleinen warten können. Jesus kehrt es um. Er hielt die Menge an, sammelte die Kinder und segnete sie. Heute Abend babysittest du nicht, bis die wichtigen Dinge beginnen. Du tust genau das, wofür Jesus alles anhielt.

Inspiriert von: R. C. Sproul, A Walk with God: A Study of the Gospel of Mark (kritisch lesen; am Text selbst festhalten für die offene Einladung — Christi offene Arme sind für alle, die kommen).

Lasst uns zusammen beten

„Herr Jesus, danke, dass niemand dir je zu klein ist. Wir kommen zu dir wie jene Kinder — mit offenen Armen, dir vertrauend. Nimm uns auf, halte uns nah und segne unsere Familie heute Abend. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Ich bin Jesus nie zu klein, zu jung oder zu störend — seine Arme sind für mich offen.