Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen
Monat 9: Der Weg nach Jerusalem · Biblische Geschichte
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Markus 10:13–16
13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. 14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. 15 Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.
Merkvers
“Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele.”— Markus 10:45 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: Hesekiel 27–29
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 255 von 365 — Gott spricht zu stolzen Städten und Königen, und beugt sich dennoch, um Kinder zu segnen.)Worum es geht
Jesus ist auf dem langen Weg südwärts nach Jerusalem, wo das Kreuz wartet. Menschenmengen drängen, wichtige Fragen hängen in der Luft — und Eltern bringen ihre Kleinen zu ihm, nur damit er sie berührt und segnet. Die Jünger denken, sie schützen Jesus vor einer Ablenkung, und schicken die Kinder weg. Aber Jesus ist „sehr unwillig“ über sie. Er sagt: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.“ Dann nimmt er sie auf den Arm, legt die Hände auf sie und segnet sie. Der König, der zu seinem Thron unterwegs ist, hält inne, um die Kleinsten in der Menge zu halten.
So ist Gott. Er misst Menschen nicht danach, wie groß, nützlich oder beeindruckend sie sind. Ein Kind kann keine Theologie debattieren oder sich einen Ruf verdienen — und Jesus nimmt gerade dieses Kind als Bild dafür, wie jeder zu ihm kommen muss: mit leeren Händen, vertrauend, froh, gehalten zu werden. „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kindlein, der wird es nicht in das Reich Gottes eingehen.“ Das ist gute Nachricht für eure Kleinsten und demütigende Nachricht für uns alle. Wir klettern nicht zu Gott, indem wir groß genug werden; wir kommen wie Kinder, wissend, dass wir ihn brauchen, und er nimmt uns gern in seine Arme auf.
Rund um den Tisch
Als einige Erwachsene die Kinder wegschicken wollten, sagte Jesus: „Nein! Lasst sie zu mir kommen!“ Er nahm sie hoch und umarmte sie. Jesus ist nie zu beschäftigt für dich.
Lasst es uns tun: Macht die Arme weit auf wie Jesus und sagt: „Jesus will, dass ich zu ihm komme!“ Dann gebt jemandem eine große Umarmung.
Jesus sagte, wir alle müssen wie kleine Kinder zu Gott kommen — vertrauend und demütig, nicht stolz. Die Kinder mussten nicht erst wichtig sein; sie kamen einfach.
Reden wir darüber: Was heißt es, Jesus „wie ein Kind“ zu vertrauen? Wie unterscheidet sich das davon, Gottes Liebe zu verdienen?
Jesus macht ein Kind zum Vorbild rettenden Glaubens: Wir nehmen das Reich an, wir erreichen es nicht (). Zu Christus zu kommen heißt zugeben, dass wir uns nicht selbst retten können, und die Gnade willkommen heißen, die er gibt.
Gehen wir tiefer: Warum ist Stolz eines der schwersten Dinge, das wir zu Jesus bringen können? Wie sähe es aus, diese Woche mit leeren Händen zu ihm zu kommen?
💬 Gesprächsanstoß
Hast du dich schon einmal zu klein oder unwichtig gefühlt für etwas? Wie fühlt es sich an zu wissen, dass Jesus alles anhielt, nur um die Kinder zu segnen?
🛡️ Den Glauben verteidigen
Manche sagen, das Christentum sei hart oder unfreundlich zu Kindern — aber hier ist Jesus, unwillig, wenn jemand ein Kind von ihm fernhält, und er sammelt sie in seine Arme. Der Gott der Bibel freut sich an den Kleinen und den Übersehenen. Diese Anklage können wir sanft und gern beantworten () — und direkt auf diese Szene zeigen.
Für Papa · Zum Vertiefen
Beachte: Jesus rettet die Kinder nicht automatisch — er ruft sie, nimmt sie an und segnet sie. Unser Teil als Väter ist, unsere Kinder zu Jesus zu bringen und kein einziges Hindernis zwischen sie und ihn zu stellen. Die Jünger meinten es gut; ihr „Schützen“ wurde zur Barriere. Frag ehrlich: Steht etwas in unserem Zuhause — Hektik, ein kurzes Temperament, ein Glaube, über den ich nur rede, den ich aber nicht lebe —, das unseren Kindern leise sagt, Jesus sei zu wichtig, um sich um sie zu kümmern? Der Weg nach Jerusalem zeigt einen Retter, der dem kostspieligsten Dienst entgegengeht, der noch Zeit hat, ein Kind zu halten. Mach dein Zuhause zu einem Ort, an dem das Kommen zu Jesus die leichteste Sache der Welt ist.
Inspiriert von: R. Kent Hughes, Markus: Jesus, Knecht und Retter.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, danke, dass Jesus nie zu beschäftigt für uns ist. Hilf uns allen, wie ein vertrauendes Kind zu dir zu kommen, mit offenen Händen. Segne unsere Kinder und ziehe sie nah zu dir. In Jesu Namen, Amen.“
Jesus ist nie zu beschäftigt für mich — er nimmt mich mit offenen Armen auf.