A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 2 · Tag 27 von 365

Die Hirten verkünden die frohe Botschaft

Monat 1: Das Wort wurde Fleisch · Andere lieben

⏱ ≈ 12 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Lukas 2:15–20

15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat. 16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Merkvers

denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.Lukas 2:11 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: 2. Mose 36–38

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 27 von 365 — das Volk gibt willig, um den Ort zu bauen, wo Gott wohnen wird.)

Worum es geht

In dem Moment, als die Engel gingen, saßen die Hirten nicht herum und stritten, ob sie wirklich gesehen hatten, was sie sahen. Sie sagten: „Lasst uns nun nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die da geschehen ist“ — und sie eilten. Dann, als sie Baby Jesus mit eigenen Augen gesehen hatten, „verbreiteten sie das Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt war“ (). Das waren die niedrigsten Arbeiter der Gesellschaft — Hirten, die im Gericht nicht einmal als Zeugen gelten durften — und Gott machte sie zu den allerersten Missionaren. Sie konnten die gute Nachricht nicht für sich behalten.

So sieht Liebe aus, wenn sie gute Nachricht trifft: Sie teilt. Wenn du das Heilmittel für eine Krankheit gefunden hättest, an der alle, die du liebst, sterben, würdest du es nicht geheim halten — du würdest es jedem erzählen. Andere zu lieben heißt, Jesus nicht zu horten; wir weisen Menschen auf ihn hin. Und beachtet, wer es erzählte: nicht die Priester, nicht die Könige, sondern gewöhnliche, übersehene Menschen. Du musst nicht wichtig, erwachsen oder redegewandt sein, um jemandem von Jesus zu erzählen. Du musst ihn nur getroffen haben und sie genug lieben, um zu teilen. Die Hirten kehrten auf ihre Felder zurück „lobend und preisend Gott“ — die gute Nachricht zu erzählen machte ihre eigene Freude größer, nicht kleiner.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Die Hirten waren SO aufgeregt über Baby Jesus, dass sie rannten und es allen erzählten! Wir können Menschen auch von Jesus erzählen.

Lasst es uns tun: Haltet die Hände wie ein Megafon und „ruft“ leise: „Jesus ist da! Kommt und seht!“

Die Mittleren 7–9

Die Hirten waren einfache, gewöhnliche Arbeiter — und Gott wählte sie, um die Nachricht zuerst zu sagen. Du bist nie zu klein, um Jesus zu teilen.

Reden wir darüber: Wer ist eine Person, der du diese Woche von Jesus erzählen könntest? Was würdest du sagen?

Die Großen 10–13

Hirten durften im Gericht nicht einmal aussagen, doch Gott machte sie zu den ersten Evangelisten. Die gute Nachricht wird am besten aus Überfluss geteilt — sie „konnten nicht anders“, als es zu erzählen.

Gehen wir tiefer: Was hält dich zurück, Freunden von Jesus zu erzählen — und wie verändert es diese Angst, sie wirklich zu lieben?

💬 Gesprächsanstoß

Was war die beste Nachricht, bei der du es kaum erwarten konntest, sie jemandem zu erzählen?Die Hirten fühlten genau so über Jesus!

🛡️ Den Glauben verteidigen

Wenn die Evangelienschreiber eine Erfindung gemacht hätten, hätten sie nie anrüchige Hirten zu den ersten Zeugen gemacht — dieses Detail würde eine erfundene Geschichte in jener Kultur schwächen. Peinliche, unvorteilhafte Details sind ein Merkmal ehrlicher Berichterstattung, nicht Legende.

Für Papa · Zum Vertiefen

Hier sind eine stille Apologetik und eine Jüngerschaftslektion verwoben. Das „Kriterium der Peinlichkeit“ — niedrige Hirten als erste Verkünder — signalisiert authentische Geschichte. Aber die Lektion für eure Familie geht um den natürlichen Überfluss der Gnade: Menschen, die Jesus wirklich treffen, reden von ihm — nicht aus Druck, sondern aus Freude. Das mächtigste Evangelisationstraining, das eure Kinder je bekommen, ist, ihren Vater warm und unbefangen von Jesus reden zu hören — am Esstisch, beim Nachbarn, im Auto. Wir teilen, weil wir lieben, nicht um Streit zu gewinnen. Frag dich: Hören meine Kinder mich Jesus laut entzücken, oder korrigiere ich sie nur leise?

Inspiriert von: Michael Green, Evangelism in the Early Church.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass selbst Hirten die frohe Botschaft erzählen durften. Mach uns mutig und liebevoll, damit wir Jesus mit den Menschen um uns teilen. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Gute Nachricht ist zum Teilen da — andere zu lieben heißt, sie auf Jesus hinzuweisen.