Zwei kleine Worte: Folge mir
Monat 3: Komm, folge mir · Merkvers
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Johannes 1:43
43 Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
Merkvers
“Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!”— Johannes 1:43 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: Josua 13–15
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Tag 62 von 365 — das Land wird unter die Stämme verteilt, jeder erhält seinen Anteil.)Worum es geht
Unser Vers diese Woche dreht sich um zwei der wichtigsten Worte, die Jesus je sprach: „Folge mir.“ Schaut genau, was davor steht. Es heißt, Jesus „fand Philippus.“ Philippus suchte nicht das ganze Land nach einem Lehrer ab — Jesus kam und suchte ihn. So ist das Muster durch die ganzen Evangelien: Wir lieben Jesus, weil er zuerst zu uns kam. Das ganze christliche Leben beginnt nicht damit, dass wir zu Gott hinaufklettern, sondern damit, dass Gott direkt auf uns zukommt und sagt: „Komm.“
Aber „Folge mir“ ist trotzdem eine Einladung, die eine Antwort erwartet. Jesus schleppt Philippus nicht am Kragen mit; er ruft, und Philippus ist frei zu kommen oder zu bleiben. „Folgen“ heißt, aufzustehen und in dieselbe Richtung zu gehen wie jemand anderes — dorthin zu gehen, wohin er geht, zu tun, was er tut, ihn führen zu lassen. Jesus zu folgen heißt nicht nur, wahre Dinge über ihn aus sicherer Entfernung zu glauben; es heißt, in seinen Schritt zu fallen, hinter ihm her, jeden Tag, wohin er auch führt. Lasst uns diese zwei Worte diese Woche tief in unser Herz legen — denn Jesus sagt sie noch heute.
Rund um den Tisch
Jesus sagte zwei Worte zu Philippus: „Folge mir!“ Das heißt: „Komm und geh mit mir.“ Jesus sagt es auch uns.
Lasst es uns tun: Spielt „Folge dem Anführer“ im Zimmer, dann sagt: „Jesus, ich will dir folgen!“
Jesus fand Philippus zuerst. Wir müssen Gott nicht allein finden — er kommt uns entgegen.
Reden wir darüber: Wessen Zug war zuerst — der von Philippus oder der von Jesus? Warum ist das wichtig?
„Folge mir“ ist eine Einladung, kein Stoß. Jesus ruft, und jeder von uns darf wirklich ja oder nein sagen.
Gehen wir tiefer: Was ist der Unterschied zwischen Jesus zu bewundern und ihm zu folgen? Was ist schwerer?
💬 Gesprächsanstoß
Wurdest du schon einmal „gefunden“, als du verloren warst oder dich versteckt hast? Wie hat es sich angefühlt, als jemand zu dir kam?— Jesus kam und suchte Philippus.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Die Evangelien zeigen Jesus, wie er Menschen bei Namen an echten Orten ruft — Galiläa, Bethsaida —, nicht in nebliger Legende. Bestimmte Namen und Orte sind die Fingerabdrücke von Augenzeugenberichten, nicht erfundener Mythos.
Für Papa · Zum Vertiefen
„Folge mir“ war der Ruf eines Rabbiners, aber Jesus gebraucht ihn so, wie es kein gewöhnlicher Rabbi tun würde. Die meisten Schüler wählten ihren Lehrer; Jesus wählt die Seinen. Doch sein Wählen löscht die Antwort des Jüngers nie aus — Philippus muss trotzdem aufstehen und gehen. Halte beides in deinem Zuhause zusammen: Gott initiiert in Gnade, und wir antworten wirklich. Das bewahrt deine Kinder vor zwei Irrtümern — zu glauben, sie müssten Gottes ersten Schritt verdienen, und zu glauben, ihr eigenes „Ja“ spiele keine Rolle. Wenn du ihnen helfst, diesen Vers auswendig zu lernen, gibst du ihnen die Form des ganzen Evangeliums: ein Gott, der nahe kommt, und ein Ruf, der auf eine Antwort wartet.
Inspiriert von: Michael J. Wilkins, Following the Master: Discipleship in the Steps of Jesus.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, danke, dass Jesus zuerst zu uns kam. Gib uns allen ein frohes Herz, ‚Folge mir‘ zu hören und mit Ja zu antworten. In Jesu Namen, Amen.“
Jesus fand mich zuerst — und jetzt sagt er: „Folge mir.“