Ein Fest für Sünder im Haus des Matthäus
Monat 3: Komm, folge mir · Familienandacht
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Lukas 5:29–32
29 Und Levi richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Hause, und viele Zöllner und andere saßen mit ihm zu Tisch. 30 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten wider seine Jünger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 32 Ich bin gekommen zu rufen die Sünder zur Buße, und nicht die Gerechten.
Merkvers
“Und sie führten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgten ihm nach.”— Lukas 5:11 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: 1. Samuel 26–28
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 81 von 365 — David verschont Saul wieder und wählt Barmherzigkeit statt Rache.)Worum es geht
Das allererste, was Matthäus als Jünger Jesu tat, war ein Fest zu geben — „ein großes Mahl in seinem eigenen Haus“ — und es mit seinen alten Freunden zu füllen: Zöllner und „Sünder“, genau die Leute, die die religiösen Führer mieden. Matthäus wollte, dass alle, die er kannte, den Mann trafen, der ihn aufgenommen hatte. Und Jesus kam. Er setzte sich und aß mit ihnen — in dieser Kultur bedeutete das Freundschaft, Annahme, Zugehörigkeit. Die Pharisäer waren entsetzt: „Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern?“ Für sie hieß Heiligkeit, Abstand zu unordentlichen Menschen zu halten. Für Jesus hieß Heiligkeit, mitten in die Unordnung zu gehen, um sie zu retten.
Jesu Antwort ist eine der klarsten Aussagen darüber, warum er kam: „Die Gesunden bedürfen nicht des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Buße.“ Ein Arzt meidet keine Kranken — er eilt zu ihnen, denn genau dafür ist er da. Jesus kam für Menschen, die wissen, dass sie ihn brauchen. Die Falle, in die die Pharisäer tappten, war zu denken, sie seien schon „gesund“ — und wer glaubt, er sei gesund, ruft nie den Arzt. Während wir heute Abend als Familie anbeten, ist das das Evangelium in einem Satz: Jesus kam für Sünder — und das schließt jeden Einzelnen von uns an diesem Tisch ein. Niemand hier ist zu unordentlich für ihn, und niemand hier ist zu „gut“, um ihn zu brauchen.
Rund um den Tisch
Matthäus war so froh, dass Jesus ihn liebte, dass er ein großes Fest gab, damit alle seine Freunde Jesus kennenlernen konnten!
Lasst es uns tun: Plant ein kleines „Jesus-Fest“ — wählt einen Snack, und jeder nennt einen Freund, dem er gern von Jesus erzählen würde.
Jesus sagte, er komme wie ein Arzt — für Menschen, die wissen, dass sie „krank“ sind vor Sünde. Die Pharisäer dachten, sie bräuchten ihn nicht.
Reden wir darüber: Warum ist es gefährlich zu denken, man sei schon „gut genug“ und brauche Jesus nicht?
„Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Buße.“ Jesu Auftrag schließt nur die aus, die sich weigern zuzugeben, dass sie ihn brauchen.
Gehen wir tiefer: Matthäus' erste Tat war, seine Freunde Jesus vorzustellen. Wer in deinem Kreis könnte zu einem „Fest“ eingeladen werden?
💬 Gesprächsanstoß
Wenn du jeden auf der Welt zum Essen einladen könntest, damit er Jesus trifft — wen würdest du einladen, und warum?— Matthäus wählte die Freunde, die sonst niemand eingeladen hätte.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Manche sagen: „Ich bin nicht gut genug, um in die Kirche oder zu Gott zu kommen.“ Das ist eigentlich die Voraussetzung, nicht der Ausschluss — Jesus sagte, er kam gerade für die „Kranken“, nicht für die „Gesunden“ (). Die Tür steht am weitesten offen für die, die wissen, dass sie ihn brauchen.
Für Papa · Zum Vertiefen
Eine Familie auf Mission sieht viel aus wie Matthäus' Fest: ein offener Tisch, an dem „Sünder“ wirklich willkommen sind, bewirtet von Menschen, die nie vergessen haben, dass auch sie gerettet wurden. Robert Coleman bemerkt in Der Meisterplan der Evangelisation, dass Jesu Strategie unerbittlich relational war — er gewann Menschen, indem er bei ihnen war, an Tischen und auf Wegen, nicht aus sicherer Entfernung. Euer Zuhause kann so ein Ort sein. Aber das erfordert, zwei gleichen Gefahren zu widerstehen: die Distanz des Pharisäers („mit solchen Leuten verkehren wir nicht“) und einen verwässerten Kompromiss, der vergisst, dass Jesus Sünder zur Buße rief — er liebte sie zu sehr, um sie unverändert zu lassen. Beides halten. Macht euren Tisch warm genug, dass „Sünder“ kommen wollen, und so auf Jesus zentriert, dass sie den Einen treffen, der sie neu machen kann. Fragt euch heute Abend ehrlich: Würden sich die Menschen, mit denen Jesus aß, in meinem Zuhause willkommen fühlen — und würden sie dort Jesus begegnen?
Inspiriert von: Robert Coleman, Der Meisterplan der Evangelisation.
Lasst uns zusammen beten
„Herr Jesus, danke, dass du für Sünder gekommen bist — für uns. Mach unser Zuhause wie Matthäus' Fest: warm und offen, wo Menschen dich treffen und sich verändern. Gib uns Freunde zum Einladen und die Freude, sie einzuladen. In Jesu Namen, Amen.“
Jesus kam für die Kranken, nicht für die Angeber — also bleibt unser Tisch offen und unsere Herzen demütig.