Mein Herr und mein Gott
Monat 4: Ist Jesus wirklich Gott? · Herzenssache
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Johannes 20:24–29
24 Thomas aber, der Zwölf einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den HERRN gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. 26 Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! 27 Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche dein Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein HERR und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Merkvers
“Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.”— Johannes 8:58 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: 2. Mose 20–22
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 101 von 365 — Gottes Gesetze für das Leben als sein Volk.)Worum es geht
Thomas hatte es schwer zu glauben. Als die anderen Jünger ihm sagten, Jesus lebe, erklärte er, er würde es nicht glauben, es sei denn, er könnte die Nagelmale selbst berühren. Manchmal nennen wir ihn „der ungläubige Thomas“, aber Jesus schalt ihn nicht und stieß ihn nicht weg. Eine Woche später erschien Jesus wieder, wandte sich direkt an Thomas und sagte sanft: „Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände… und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.“ Jesus traf Thomas genau dort, wo seine Zweifel waren. Und als Thomas endlich sah, sagte er nicht nur: „Okay, du lebst.“ Er fiel nieder und sprach die tiefsten Worte im ganzen Buch: „Mein Herr und mein Gott!“
Das ist ein Tag der Herzenssache — also die Frage für jeden von uns: Es ist gut, zu wissen, dass Jesus Gott ist — aber habt ihr ihn auch als euren Herrn und euren Gott gelassen? Es gibt einen großen Unterschied zwischen zuzustimmen, dass etwas wahr ist, und euer ganzes Herz dafür zu geben. Thomas akzeptierte nicht nur eine Tatsache; er gab sein Leben hin. Und beachtet Jesu letzte Worte: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Das sind wir! Wir waren nicht im Raum, aber Gott hat uns starke Gründe und verlässliche Augenzeugen gegeben, und er lädt uns ein, nicht mit einem Schulterzucken zu antworten, sondern mit Anbetung. Glaube ist nicht so zu tun, als hätten wir keine Fragen; es ist, unsere Fragen zu Jesus zu bringen und dann dem zu vertrauen, der antwortet.
Rund um den Tisch
Thomas war sich nicht sicher, ob Jesus lebt — bis er ihn sah! Dann sagte er: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus ist auch unser Herr und Gott.
Lasst es uns tun: Legt die Hand aufs Herz und sagt: „Jesus, du bist mein Herr und mein Gott!“
Jesus wurde nicht wütend über Thomas' Zweifel — er half ihm. Was sagt uns das darüber, unsere schweren Fragen zu Jesus zu bringen?
Reden wir darüber: Was ist der Unterschied zwischen zu wissen, dass Jesus Gott ist, und ihn zu deinem Herrn zu machen?
Jesus nahm Thomas' Anbetung an („Mein Herr und mein Gott!“), ohne ihn zu korrigieren — etwas, das kein bloßer Prophet oder Engel je tun würde (vergleicht ).
Gehen wir tiefer: Ist es möglich, alle richtigen Fakten über Jesus zu glauben und ihm trotzdem noch nicht hingegeben zu haben? Wie würde Hingabe in deiner Woche wirklich aussehen?
💬 Gesprächsanstoß
Was musstet ihr schon einmal selbst sehen oder ausprobieren, bevor ihr es wirklich geglaubt habt?— Jesus gab Thomas einen Beweis — und er hat uns auch gute Gründe gegeben.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Zweifel machen euch nicht zu schlechten Christen — Jesus nahm Thomas' Fragen auf und beantwortete sie. Wir können unsere schweren Fragen ehrlich zu Gott bringen und Freunden erlauben, ihre zu stellen, und antworten „mit Sanftmut und Furcht“ (), statt so zu tun, als wären Fragen gefährlich.
Für Papa · Zum Vertiefen
Verpasst nicht, dass Jesus Thomas' Anbetung in annimmt. In der ganzen Schrift weisen treue Engel und Propheten Anbetung ab und lenken sie allein zu Gott (; ). Jesus hingegen nimmt sie an — was nur Sinn ergibt, wenn er Gott ist. Für euer Zuhause ist die pastorale Lehre genauso wichtig: Jesus beschämte den Zweifler nicht. Viele Kinder tragen still Fragen mit, die sie nicht aussprechen, weil sie Angst haben, als „schlechte Christen“ zu gelten. Macht euren Tisch zum sichersten Ort der Welt, um das Schwierige zu fragen. Ein Kind, das Zweifel laut mit euch aussprechen kann, ist weit besser geschützt als eines, das Fragen vergräbt, bis ein skeptischer Professor oder ein Feed sie später ans Licht bringt. Heißt die Fragen willkommen; lenkt sie, wie Jesus es mit Thomas tat, auf die Beweise und auf Anbetung.
Inspiriert von: Natasha Crain, Talking with Your Kids about God.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, danke, dass Jesus unsere Fragen willkommen heißt und uns in unseren Zweifeln begegnet. Wir sagen mit Thomas: ‚Mein Herr und mein Gott!‘ Hilf uns, nicht nur von dir zu wissen, sondern dir unsere ganzen Herzen zu geben. In Jesu Namen, Amen.“
Jesus ist nicht nur wahr — er ist meiner. „Mein Herr und mein Gott!“