Steht noch etwas anderes auf Gottes Thron?
Monat 5: Was ist mit anderen Religionen? · Herzenssache
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: 2. Mose 20:1–6
1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; 6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.
Merkvers
“Und ist in keinem andern-Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.”— Apostelgeschichte 4:12 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: 5. Mose 17–19
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 131 von 365 — Gott setzt gerechte Führer und Zufluchtsstädte ein und zeigt einen Gott, dem Fairness und Barmherzigkeit wichtig sind.)Worum es geht
Bevor Gott das allererste Gebot gibt, erinnert er Israel daran, wer er ist: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt habe.“ Dann sagt er: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Diese Reihenfolge ist wichtig. Gott ist kein herrischer König, der sich den ersten Platz ohne Grund sichert. Er ist der Retter, der dem Volk, das er gerade befreit hat, zuruft: „Geht nicht zurück in die Knechtschaft, indem ihr euch vor Dingen verneigt, die euch nicht lieben können.“ Das erste Gebot geht nicht darum, dass Gott unsere Anbetung braucht — er ist ohne uns vollkommen glücklich. Es geht darum, dass wir das Richtige anbeten müssen, weil wir immer dem ähnlich werden, was auf dem Thron unseres Herzens sitzt.
Deshalb geht es in diesem ganzen Monat nicht nur um Menschen in fernen Religionen — es ist eine Herzenssache für euch. Jedes Herz hat einen Thron, und etwas sitzt immer darauf. Vielleicht ein Handy, der Wunsch gemocht zu werden, Gewinnen, Angst oder sogar gute Dinge, die wir zu sehr lieben. Das Heimtückische an Götzen ist, dass sie selten böse aussehen; sie sehen nett aus — genau deshalb schleichen sie sich auf den Thron. Die mutigste Frage, die ein Jünger stellen kann, lautet also nicht: „Beten andere Menschen Götzen an?“ Sondern: „Steht noch etwas anderes auf Gottes Thron in mir?“ Wenn wir den Heiligen Geist unser Herz sanft durchsuchen lassen (), beschämt er uns nicht — er befreit uns und hebt die kleinen Götter vom Thron, damit der Einzige, der uns wirklich sättigen kann, wieder dort sitzen kann.
Rund um den Tisch
Gott sagt: „Liebt mich am meisten.“ Unsere Herzen haben einen besonderen Platz, einen Thron — und Gott soll dort sitzen, nicht Spielzeug und nichts anderes.
Lasst es uns tun: Macht eine Faust als „Thron“. Sagt jetzt: „Gott, du sitzt hier in meinem Herzen — du bist Nummer eins!“
Götzen sehen meist nicht gruselig aus — sie sehen lustig oder nett aus. So schleichen sie sich auf den Thron unseres Herzens.
Reden wir darüber: Was ist etwas Gutes, das zu wichtig werden könnte, wenn ihr es mehr liebt als Gott?
Götzendienst heißt, ein gutes Ding als das allerletzte Ding anzubeten. Das erste Gebot bewacht den Thron eures Herzens für den Einzigen, der wirklich darauf passt.
Gehen wir tiefer: Seid ehrlich — was verdrängt Gott in dieser Zeit am ehesten vom Thron in eurem Leben, und wie sähe es aus, es abzusetzen?
💬 Gesprächsanstoß
Wenn auf einen Stuhl nur eine Person passt und schon jemand anderes sitzt — was muss zuerst passieren?— Gott an die erste Stelle zu setzen heißt manchmal, etwas anderes liebevoll vom Sitz des Herzens zu nehmen.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Wir sind nicht aus Hass gegen andere Religionen unterwegs — wir glauben, das Herz wurde für den einen Gott gemacht, der uns befreit, und alles andere auf dem Thron lässt uns in Ketten. Das sanft zu teilen, ist deinen Nächsten lieben wie dich selbst ().
Für Papa · Zum Vertiefen
Es ist leicht, „keine anderen Götter“ auf ferne Religionen zu richten und den Spiegel zu verpassen. Tony Evans weist darauf hin, dass die Reihenfolge in Gnade und dann Gebot ist — Gott rettet zuerst und bittet dann um ausschließliche Liebe, so wie ein Ehemann die Ehe nicht verdient, aber Treue darin erwartet. Die Diagnosefrage für euer Zuhause ist einfach und durchdringend: Wonach greift eure Familie, wenn ihr gestresst, gelangweilt oder ängstlich seid? Das ist der sichtbare Thron eures Herzens — und eure Kinder lernen Anbetung daran. Ihr könnt eure Familie nicht mit Vorträgen von ihren Götzen befreien, wenn euer eigenes Handy, eure Arbeit oder der Hunger nach Anerkennung auf dem Thron sitzt. Lasst den Geist zuerst euch durchsuchen (); ein Vater, der seinen eigenen Thron freihält, gibt seinen Kindern ein lebendiges Bild der Freiheit, die das erste Gebot immer schützen sollte.
Inspiriert von: Tony Evans, Kingdom Man.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, du hast uns gerettet — darum wollen wir keine anderen Götter neben dir haben. Durchsuche unsere Herzen und hebe sanft alles ab, was wir an deine Stelle gesetzt haben. Sitze heute auf dem Thron von jedem von uns. In Jesu Namen, Amen.“
Jedes Herz hat einen Thron — und ich will nur Gott auf dem meinen.