Mit Christus gekreuzigt
Monat 7: Wer bin ich? · Biblische Geschichte
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Galater 2:19–20
19 Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuzigt. 20 Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben.
Merkvers
“Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben.”— Galater 2:20 (Lutherbibel 1912)diese Woche auswendig lernen
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: 2. Chronik 13–15
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (König Asa reißt die Götzen nieder und führt Juda an, den HERRN von ganzem Herzen zu suchen.)Worum es geht
Paulus schreibt einen der überraschendsten Sätze der ganzen Bibel: „Ich bin mit Christo gekreuzigt; ich lebe aber, nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.“ Das klingt seltsam — Paulus lebt offensichtlich noch, schreibt noch Briefe, geht noch herum. Was meint er? Er meint: Als er Jesus vertraute, wurde sein altes Ich — das stolze, selbstlenkende, sündenliebende „Ich“ — mit Jesus ans Kreuz genagelt und getötet. Der alte Chef ist weg. Jetzt lebt Jemand Besseres im Zentrum: Jesus selbst, durch seinen Geist. Paulus verschwand nicht; er wurde befreit, der zu werden, der zu sein Gott ihn immer gemeint hatte.
Das ist enorm wichtig für die Frage „Wer bin ich?“ Viele versuchen, eine Identität aus ihren Talenten, ihrem Aussehen, ihren Freunden oder ihren Gefühlen zu bauen — und verbringen dann ihr ganzes Leben in Angst, dass jemand sie einreißt. Aber die tiefste Identität eines Christen wird nicht gebaut; sie wird gegeben. Das alte Leben stirbt, und ein ganz neues Leben beginnt, mit Christus, der in uns lebt. Beachtet, wie Paulus den Vers endet: Jesus „hat mich geliebt und sich selbst für mich gegeben.“ Euer wahrster Name ist nicht „Verlierer“ oder „Gewinner“ oder sogar „braves Kind“. Es ist von Jesus geliebt, von Jesus besessen, lebendig in Jesus. Niemand kann das wegnehmen.
Rund um den Tisch
Wenn wir Jesus lieben, kommt er in unsere Herzen zu wohnen und hilft uns den ganzen Tag. Das alte mürrische „Ich“ bekommt einen Neuanfang mit Jesus als Chef!
Lasst es uns tun: Macht zwei Fäuste — eine für „altes Ich“, eine für „Jesus lebt in mir“. Öffnet die „altes Ich“-Faust und lasst sie fallen, dann drückt die „Jesus“-Hand ans Herz.
Paulus sagt, sein altes Ich wurde „gekreuzigt“ — getötet — und jetzt lebt Jesus in ihm. Das heißt: Unsere echte Identität ist ein Geschenk, das Jesus gibt, nicht etwas, das wir uns ausdenken müssen.
Reden wir darüber: Was ist etwas, womit ihr versucht habt, euch gut zu fühlen, das euch im Stich lassen kann? Warum ist „Jesus liebt mich und lebt in mir“ beständiger?
„Ich lebe aber, nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“ beschreibt ein ausgetauschtes Lebenszentrum — das alte selbstregierte „Ich“ stirbt, und Christus Leben fließt durch den Geist ein. Das ist das Gegenteil von „finde dich selbst, indem du nach innen schaust.“ Wir finden uns, indem wir in Christus gefunden werden.
Gehen wir tiefer: Die Kultur sagt: „Sei dir selbst treu.“ Das Evangelium sagt: „Stirb für dein altes Ich und lass Christus in dir leben.“ Warum ist das zweite eigentlich befreiend statt erdrückend?
💬 Gesprächsanstoß
Wenn ihr ein Namensschild auf euer Herz kleben könntet, das sagt, wer ihr wirklich seid — was würdet ihr darauf schreiben wollen?
🛡️ Den Glauben verteidigen
Wenn jemand sagt: „Das Christentum lässt dich nur aufgeben, wer du bist“, können wir sanft antworten, dass es das Gegenteil ist: Jesus tötet das zerbrochene alte Ich, damit das echte Ich — das, was er entworfen und liebt — endlich leben kann (). Wir sagen es freundlich, „mit Sanftmut und Furcht“ (), weil wir eine Rettung beschreiben, keine Abwertung.
Für Papa · Zum Vertiefen
ist das Gegenmittel zu den zwei großen Identitätsfallen, denen eure Kinder begegnen werden: Leistung („Ich bin, was ich erreiche“) und Gefühle („Ich bin, was ich innen fühle“). Beides macht das Selbst zum Fundament, und beides bricht irgendwann zusammen. Paulus zeigt stattdessen auf ein Selbst, das gestorben ist, und einen Christus, der jetzt lebt — eine Identität, die durch Glauben empfangen wird, nicht durch Anstrengung hergestellt. Beachte die Reihenfolge im Vers: Das Kreuz kommt vor dem neuen Leben. Es gibt kein Auferstehungsleben ohne den Tod der alten Selbst-Herrschaft, deshalb sind Buße und Hingabe keine düsteren Pflichten, sondern die Tür zur Freiheit. Modelliert das für eure Kinder, indem sie euch nachgeben sehen — schnell entschuldigen, das Ego nicht verteidigen, leben als ein Mann, der sich nicht mehr beweisen muss, weil Christus ihn schon geliebt und sich für ihn gegeben hat.
Inspiriert von: Tony Evans, Kingdom Man.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, danke, dass unser altes Ich stirbt und Christus in uns zu leben kommt, wenn wir Jesus vertrauen. Hilf unserer Familie, aufzuhören, uns selbst zu bauen, und stattdessen in dem zu ruhen, wer Jesus sagt, dass wir sind — von ihm geliebt und lebendig in ihm. In Jesu Namen, Amen.“
Das alte Ich ist weg — Christus lebt in mir, und das bin ich wirklich.