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Bibel in einem Jahr (optional)

Fest stehen und gesandt werden · Band 3

Psalm 5–8

Tag 227 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 5 · 1/4
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Psalm 5

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, für das Erbe. HERR, höre meine Worte, merke auf meine Rede!

2Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott; denn ich will vor dir beten.

3HERR, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken und aufmerken.

4Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt; wer böse ist, bleibt nicht vor dir.

5Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen Übeltätern.

6Du bringst die Lügner um; der HERR hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen.

7Ich aber will in dein Haus gehen auf deine große Güte und anbeten gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht.

8HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her.

9Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses; ihr Inwendiges ist Herzeleid. Ihr Rachen ist ein offenes Grab; denn mit ihren Zungen heucheln sie.

10Sprich sie schuldig, Gott, daß sie fallen von ihrem Vornehmen. Stoße sie aus um ihrer großen Übertretungen willen; denn sie sind widerspenstig.

11Laß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmst sie; fröhlich laß sein in dir, die deinen Namen lieben.

12Denn du, HERR, segnest die Gerechten; du krönest sie mit Gnade wie mit einem Schild.

Psalm 6

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten. Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

2HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken,

3und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, HERR, wie lange!

4Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!

5Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir bei den Toten danken?

6Ich bin so müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager.

7Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und alt ist geworden; denn ich werde allenthalben geängstet.

8Weichet von mir, alle Übeltäter; denn der HERR hört mein Weinen,

9der HERR hört mein Flehen; mein Gebet nimmt der HERR an.

10Es müssen alle meine Feinde zu Schanden werden und sehr erschrecken, sich zurückkehren und zu Schanden werden plötzlich.

Psalm 7

1Die Unschuld Davids, davon er sang dem HERRN von wegen der Worte des Chus, des Benjaminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott. Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,

2daß sie nicht wie Löwen meine Seele erhaschen und zerreißen, weil kein Erretter da ist.

3HERR, mein Gott, habe ich solches getan und ist Unrecht in meinen Händen;

4habe ich Böses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschädigt:

5so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. (Sela.)

6Stehe auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich über den Grimm meiner Feinde und wache auf zu mir, der du Gericht verordnet hast,

7daß sich die Völker um dich sammeln; und über ihnen kehre wieder zur Höhe.

8Der HERR ist Richter über die Völker. Richte mich, HERR, nach deiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit!

9Laß der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fördere die Gerechten; denn du prüfst Herzen und Nieren.

10Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft.

11Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der täglich droht.

12Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt

13und hat darauf gelegt tödliche Geschosse; seine Pfeile hat er zugerichtet, zu verderben.

14Siehe, der hat Böses im Sinn; mit Unglück ist er schwanger und wird Lüge gebären.

15Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat,

16Sein Unglück wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.

17Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten.

Psalm 8

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittith. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, du, den man lobt im Himmel!

2Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.

3Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

4was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschenkind, daß du sich seiner annimmst?

5Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt.

6Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk; alles hast du unter seine Füße getan:

7Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,

8die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer geht.

9HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Übersetzung: Lutherbibel 1912