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Bibel in einem Jahr (optional)

Fest stehen und gesandt werden · Band 3

Psalm 33–36

Tag 234 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 33 · 1/4
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Psalm 33

1Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn preisen.

2Danket dem HERRN mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten.

3Singet ihm ein neues Lied; machet's gut auf Saitenspiel mit Schall.

4Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hält er gewiß.

5Er liebt die Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Güte des Herrn.

6Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes.

7Er hält das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefen in das Verborgene.

8Alle Welt fürchte den Herrn; und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt.

9Denn so er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da.

10Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker.

11Aber der Rat des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für.

12Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

13Der HERR schaut vom Himmel und sieht aller Menschen Kinder.

14Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen.

15Er lenkt ihnen allen das Herz; er merkt auf alle ihre Werke.

16Einem Könige hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große Kraft.

17Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht.

18Siehe, des HERRN Auge sieht auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen,

19daß er ihre Seele errette vom Tode und ernähre sie in der Teuerung.

20Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und Schild.

21Denn unser Herz freut sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen.

22Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.

Psalm 34

1Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

2Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, daß es die Elenden hören und sich freuen.

3Preiset mit mir den HERRN und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen.

4Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

5Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden.

6Da dieser Elende rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.

7Der Engel des HERRN lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus.

8Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn traut!

9Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

10Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgend einem Gut.

11Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des HERRN lehren:

12Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?

13Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden.

14Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.

15Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien;

16das Antlitz aber des HERRN steht gegen die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde.

17Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.

18Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.

19Der Gerechte muß viel Leiden; aber der HERR hilft ihm aus dem allem.

20Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird.

21Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.

22Der HERR erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.

Psalm 35

1Ein Psalm Davids. HERR, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter.

2Ergreife Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen!

3Zücke den Spieß und schütze mich gegen meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe!

4Es müssen sich schämen und gehöhnt werden, die nach meiner Seele stehen; es müssen zurückkehren und zu Schanden werden, die mir übelwollen.

5Sie müssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des Herrn stoße sie weg.

6Ihr Weg müsse finster und schlüpfrig werden, und der Engel des HERRN verfolge sie.

7Denn sie haben mir ohne Ursache ihr Netz gestellt, mich zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet.

8Er müsse unversehens überfallen werden; und sein Netz, das er gestellt hat, müsse ihn fangen; und er müsse darin überfallen werden.

9Aber meine Seele müsse sich freuen des HERRN und sei fröhlich über seine Hilfe.

10Alle meine Gebeine müssen sagen: HERR, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Räubern.

11Es treten frevle Zeugen auf; die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.

12Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen.

13Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete stets von Herzen;

14ich hielt mich, als wäre es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid trägt über seine Mutter.

15Sie aber freuen sich über meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie zerreißen und hören nicht auf.

16Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauches willen, beißen sie ihre Zähne zusammen über mich.

17Herr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel und meine einsame von den jungen Löwen!

18Ich will dir danken in der großen Gemeinde, und unter vielem Volk will ich dich rühmen.

19Laß sich nicht über mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen!

20Denn sie trachten Schaden zu tun und suchen falsche Anklagen gegen die Stillen im Lande

21und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: “Da, Da! das sehen wir gerne.”

22HERR, du siehst es, schweige nicht; Herr, sei nicht ferne von mir!

23Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein Gott und Herr!

24HERR, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen.

25Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: “Da, da! das wollten wir.” Laß sie nicht sagen: “Wir haben ihn verschlungen.”

26Sie müssen sich schämen und zu Schanden werden alle, die sich meines Übels freuen; sie müssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich gegen mich rühmen.

27Rühmen und freuen müssen sich, die mir gönnen, daß ich recht behalte, und immer sagen: Der HERR sei hoch gelobt, der seinem Knechte wohlwill.

28Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen.

Psalm 36

1Ein Psalm Davids, des Knechtes des HERRN, vorzusingen. Es ist aus Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, daß keine Gottesfurcht bei ihnen ist.

2Sie schmücken sich untereinander selbst, daß sie ihre böse Sache fördern und andere verunglimpfem.

3Alle ihre Worte sind schädlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, daß sie Gutes täten;

4sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen fest auf dem bösen Weg und scheuen kein Arges.

5HERR, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.

6Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie eine große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Vieh.

7Wie teuer ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

8Sie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkest sie mit Wonne als mit einem Strom.

9Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.

10Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen.

11Laß mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen stürze mich nicht;

12sondern laß sie, die Übeltäter, daselbst fallen, daß sie verstoßen werden und nicht bleiben mögen.

Übersetzung: Lutherbibel 1912