A Daily DiscipleJünger zu Hause machen

Bibel in einem Jahr (optional)

Fest stehen und gesandt werden · Band 3

Psalm 49–51

Tag 238 von 365 · Lutherbibel 1912

Mitlesen und anhören

Psalm 49 · 1/3
0:00
0:00

Audio: WordProject.org

Psalm 49

1Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,

2beide, gemeiner Mann und Herren, beide, reich und arm, miteinander!

3Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.

4Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und kundtun mein Rätsel beim Klange der Harfe.

5Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Untertreter umgibt,

6die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum?

7Kann doch einen Bruder niemand erlösen noch ihn Gott versöhnen

8(denn es kostet zuviel, eine Seele zu erlösen; man muß es anstehen lassen ewiglich),

9daß er fortlebe immerdar und die Grube nicht sehe.

10Denn man wird sehen, daß die Weisen sterben sowohl als die Toren und Narren umkommen und müssen ihr Gut andern lassen.

11Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für; und haben große Ehre auf Erden.

12Dennoch kann ein Mensch nicht bleiben in solchem Ansehen, sondern muß davon wie ein Vieh.

13Dies ihr Tun ist eitel Torheit; doch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde. (Sela.)

14Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen; in der Hölle müssen sie bleiben.

15Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. (Sela.)

16Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.

17Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.

18Er tröstet sich wohl dieses guten Lebens, und man preiset's, wenn einer sich gütlich tut;

19aber doch fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.

20Kurz, wenn ein Mensch in Ansehen ist und hat keinen Verstand, so fährt er davon wie ein Vieh.

Psalm 50

1Ein Psalm Asaphs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

2Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.

3Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn her ist ein großes Wetter.

4Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte:

5“Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer.”

6Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. (Sela.)

7“Höre, mein Volk, laß mich reden; Israel, laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.

8Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.

9Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen noch Böcke aus deinen Ställen.

10Denn alle Tiere im Walde sind mein und das Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.

11Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Feld ist vor mir.

12Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist.

13Meinst du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle oder Bocksblut trinken?

14Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde

15und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.”

16Aber zum Gottlosen spricht Gott: “Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,

17so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?

18Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.

19Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.

20Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.

21Das tust du, und ich schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.

22Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe und sei kein Retter da.

23Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.”

Psalm 51

1Ein Psalm Davids, vorzusingen; da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bath-Seba eingegangen. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.

2Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde.

3Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.

4An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst.

5Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.

6Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit.

7Entsündige mich mit Isop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde.

8Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.

9Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten.

10Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.

11Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.

12Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem freudigen Geist rüste mich aus.

13Ich will die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren.

14Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.

15Herr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige.

16Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben, und Brandopfer gefallen dir nicht.

17Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

18Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem.

19Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.

Übersetzung: Lutherbibel 1912