A Daily DiscipleJünger zu Hause machen

Bibel in einem Jahr (optional)

Fest stehen und gesandt werden · Band 3

Psalm 109–111

Tag 258 von 365 · Lutherbibel 1912

Mitlesen und anhören

Psalm 109 · 1/3
0:00
0:00

Audio: WordProject.org

Psalm 109

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Gott, mein Ruhm, schweige nicht!

2Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul gegen mich aufgetan und reden wider mich mit falscher Zunge;

3und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Ursache.

4Dafür, daß ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.

5Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.

6Setze Gottlose über ihn; und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten.

7Wenn er gerichtet wird, müsse er verdammt ausgehen, und sein Gebet müsse Sünde sein.

8Seiner Tage müssen wenige werden, und sein Amt müsse ein anderer empfangen.

9Seine Kinder müssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.

10Seine Kinder müssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die verdorben sind.

11Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde müssen seine Güter rauben.

12Und niemand müsse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen.

13Seine Nachkommen müssen ausgerottet werden; ihr Name werde im andern Glied vertilgt.

14Seiner Väter Missetat müsse gedacht werden vor dem HERRN, und seiner Mutter Sünde müsse nicht ausgetilgt werden.

15Der HERR müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedächtnis müsse ausgerottet werden auf Erden,

16darum daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und Betrübten, daß er ihn tötete.

17Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte den Segen nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.

18Er zog an den Fluch wie sein Hemd; der ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser, und wie Öl in seine Gebeine;

19So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, mit dem er allewege sich gürte.

20So geschehe denen vom HERRN, die mir zuwider sind und reden Böses wider meine Seele.

21Aber du, HERR Herr, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine Gnade ist mein Trost: errette mich!

22Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir.

23Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjagt wie die Heuschrecken.

24Meine Kniee sind schwach von Fasten, und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.

25Und ich muß ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf.

26Stehe mir bei, HERR, mein Gott! hilf mir nach deiner Gnade,

27daß sie innewerden, daß dies sei deine Hand, daß du, HERR, solches tust.

28Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so sollen sie zu Schanden werden; aber dein Knecht müsse sich freuen.

29Meine Widersacher müssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie ein Rock.

30Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen unter vielen.

31Denn er steht dem Armen zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.

Psalm 110

1Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: “Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.”

2Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: “Herrsche unter deinen Feinden!”

3Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.

4Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: “Du ist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.”

5Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmettern die Könige am Tage seines Zorns;

6er wird richten unter den Heiden; er wird ein großes Schlagen unter ihnen tun; er wird zerschmettern das Haupt über große Lande.

7Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.

Psalm 111

1Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeinde.

2Groß sind die Werke des HERRN; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran.

3Was er ordnet, das ist löblich und herrlich; und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.

4Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR.

5Er gibt Speise denen, die ihn fürchten; er gedenkt ewiglich an seinen Bund.

6Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden.

7Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen.

8Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich.

9Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheizt, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.

10Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob bleibt ewiglich.

Übersetzung: Lutherbibel 1912