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Fest stehen und gesandt werden · Band 3
Sprüche 11–13
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Sprüche 11
1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.
2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen.
3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören.
4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.
5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen.
6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit.
7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.
8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt.
9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken's und werden erlöst.
10Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.
11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.
12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still.
13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.
14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.
15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.
16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.
17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch.
18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut.
19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.
20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.
21Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden.
22Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.
23Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglück.
24Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer.
25Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.
26Wer Korn innehält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft.
27Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes; wer aber nach Unglück ringt, dem wird's begegnen.
28Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie ein Blatt.
29Wer sein eigen Haus betrübt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen sein.
30Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen.
31So der Gerechte auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und der Sünder!
Sprüche 12
1Wer sich gern läßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr.
2Wer fromm ist, der bekommt Trost vom HERRN; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst.
3Ein gottlos Wesen fördert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.
4Ein tugendsam Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein.
5Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschläge der Gottlosen sind Trügerei.
6Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.
7Die Gottlosen werden umgestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.
8Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die da tückisch sind, werden zu Schanden.
9Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß sein will, und des Brotes mangelt.
10Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.
11Wer seinen Acker baut, der wird Brot die Fülle haben; wer aber unnötigen Sachen nachgeht, der ist ein Narr.
12Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.
13Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Angst.
14Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdient haben.
15Dem Narren gefällt seine Weise wohl; aber wer auf Rat hört, der ist weise.
16Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug.
17Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.
18Wer unvorsichtig herausfährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam.
19Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.
20Die, so Böses raten, betrügen; aber die zum Frieden raten, schaffen Freude.
21Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglück sein.
22Falsche Mäuler sind dem HERRN ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl.
23Ein verständiger Mann trägt nicht Klugheit zur Schau; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus.
24Fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, wird müssen zinsen.
25Sorge im Herzen kränkt, aber ein freundliches Wort erfreut.
26Der Gerechte hat's besser denn sein Nächster; aber der Gottlosen Weg verführt sie.
27Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich.
28Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod.
Sprüche 13
1Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater züchtigen; aber ein Spötter gehorcht der Strafe nicht.
2Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln.
3Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.
4Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.
5Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose schändet und schmäht sich selbst.
6Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringt zu Fall den Sünder.
7Mancher ist arm bei großem Gut, und mancher ist reich bei seiner Armut.
8Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hört kein Schelten.
9Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird auslöschen.
10Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.
11Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhält, das wird groß.
12Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstet das Herz; wenn's aber kommt, was man begehrt, das ist wie ein Baum des Lebens.
13Wer das Wort verachtet, der verderbt sich selbst; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird's vergolten.
14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.
15Feine Klugheit schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Wehe.
16Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.
17Ein gottloser Bote bringt Unglück; aber ein treuer Bote ist heilsam.
18Wer Zucht läßt fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne strafen läßt, wird zu ehren kommen.
19Wenn's kommt, was man begehrt, das tut dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Greuel.
20Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben.
21Unglück verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.
22Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Gut wird für den Gerechten gespart.
23Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht tun, verderben.
24Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.
25Der Gerechte ißt, daß sein Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug.
Übersetzung: Lutherbibel 1912