Ein Herz, das sich um Verlorene sorgt
Monat 10: Die gute Nachricht erzählen · Herzenssache
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Lukas 15:3–7
3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, so er der eines verliert, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wüste und hingehe nach dem verlorenen, bis daß er's finde? 5 Und wenn er's gefunden hat, so legt er's auf seine Achseln mit Freuden. 6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen.
Merkvers
“Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: “Wie lieblich sich die Füße derer, die den Frieden verkündigen, die das Gute verkündigen!””— Römer 10:14–15 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: Jesaja 28–30
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Gott verheißt Gnade einem Volk, das immer wieder wegwandert.)Worum es geht
Jesus erzählte eine Geschichte von einem Hirten mit hundert Schafen. Als eines weglief und verloren ging, zuckte der Hirte nicht mit den Schultern und sagte: „Nun, ich habe ja noch neunundneunzig.“ Er ließ die neunundneunzig zurück und suchte, bis er das verlorene fand, trug es dann jubelnd auf den Schultern nach Hause. Jesus sagte, der Himmel feiert so „über einen Sünder, der Buße tut“ (). Es geht nicht wirklich um Schafe — es geht um Gottes Herz. Er sieht Menschen, die ihn nicht kennen, nicht als namenlose Fremde oder hoffnungslose Fälle. Er sieht sie als Verlorene, die es wert sind, gesucht zu werden, und gefeiert zu werden, wenn sie nach Hause kommen.
Die gute Nachricht zu erzählen geht nicht vor allem darum, Argumente auswendig zu lernen oder Debatten zu gewinnen. Es beginnt im Herzen. Bevor wir je sprechen, will Gott uns seine Gefühle über Menschen geben — wirklich zu sorgen, dass das Kind, das allein in der Pause sitzt, der Cousin, der nie gehört hat, der Nachbar, der weit von Gott zu sein scheint, gefunden und nach Hause gebracht werden könnte. Wenn euer Herz ein wenig bricht für jemanden, der verloren ist, wächst Gottes eigenes Hirtenherz in euch. Und ein Herz, das wirklich sorgt, findet einen Weg zu sprechen — nicht, um beeindruckend zu wirken oder recht zu haben, sondern weil ihr wollt, dass sie den Hirten kennenlernen, der auch euch gesucht hat.
Rund um den Tisch
Der Hirte suchte und suchte, bis er das eine verlorene Schaf fand. So sehr liebt Jesus Menschen, die weit von ihm sind!
Lasst es uns tun: Tut so, als tragt ihr ein verlorenes Lamm auf den Schultern, und sagt: „Gefunden! Willkommen zu Hause!“
Gott denkt nicht, jemand sei „es nicht wert“. Jeder Verlorene zählt für ihn.
Reden wir darüber: Wer ist jemand, den ihr kennt, der sich vielleicht weit von Gott fühlt? Wie denkt ihr, dass Gott über ihn denkt?
Sorge um Verlorene ist das Herz hinter dem Teilen des Evangeliums — ohne sie können unsere Worte kalt oder stolz werden.
Gehen wir tiefer: Was ist der Unterschied, ob man einen Streit gewinnen will oder einen Menschen gewinnen will?
💬 Gesprächsanstoß
Habt ihr schon mal etwas verloren, das ihr wirklich liebtet, und es dann wieder gefunden? Wie habt ihr euch gefühlt? Das ist ein kleines Bild davon, wie der Himmel sich freut, wenn ein Verlorener zu Gott nach Hause kommt.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Eine gute Verteidigung des Glaubens ruht immer auf echter Liebe. Menschen merken den Unterschied zwischen jemandem, der sie besiegen will, und jemandem, der sich wirklich um sie sorgt. Die „Sanftmut“ in ist keine Schwäche — es ist ein Herz, so voll von Gottes Liebe, dass eure Antworten sanft klingen.
Für Papa · Zum Vertiefen
In apologetik-orientierten Häusern ist es gefährlich leicht, Kinder großzuziehen, die recht haben, aber nicht zart sind — Kinder, die einen logischen Fehler auf fünfzig Schritte Entfernung erkennen, aber nichts für den Menschen fühlen, der ihn macht. ist die Korrektur. Der Vater in diesen Gleichnissen rennt, sucht und feiert; er ist nicht kühl. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder die gute Nachricht gut tragen, müssen wir ein Herz vormachen, das um Verlorene schmerzt, kein Punktestand. Lasst eure Kinder euch beim Beten namentlich für einen ungläubigen Freund oder Kollegen erwischen. Lasst sie hören, wie ihr von Menschen weit von Gott mit Hoffnung, nicht mit Verachtung sprecht. Die Mission fließt aus Mitgefühl; schützt zuerst das Mitgefühl, und der Mut zu sprechen folgt.
Inspiriert von: Tony Evans, Kingdom Disciples.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, gib uns dein Herz für Menschen, die dich noch nicht kennen. Hilf uns, sie zu sehen wie der Hirte das verlorene Schaf — wert, gesucht zu werden, wert, geliebt zu werden. In Jesu Namen, Amen.“
Gott hat ein Hirtenherz für Verlorene — und er lässt dasselbe Herz in mir wachsen.