A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 3 · Tag 312 von 365

Der Geist gibt uns Gaben

Monat 11: Im Leben umsetzen · Im Geist wandeln

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: 1. Korinther 12:4–7

4 Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein HERR. 6 Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem. 7 In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen.

Merkvers

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem HERRN und nicht den Menschen, und wisset, daß ihr von dem HERRN empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem HERRN Christus.Kolosser 3:23–24 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Jeremia 17–19

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 312 von 365 — „Wohl dem, der auf den HERRN vertraut … er ist wie ein Baum, gepflanzt am Wasser.“)

Worum es geht

Wir haben gelernt, dass der Heilige Geist uns hilft, für den Herrn zu arbeiten — und heute entdecken wir, dass Er uns auch Werkzeuge zum Dienen schenkt. Paulus sagt: „Es sind aber mancherlei Gaben, doch es ist ein Geist“ (). „Mancherlei“ heißt einfach: viele verschiedene Arten. Der Geist verteilt allerlei Gaben — manche können lehren, andere helfen, andere ermutigen, andere mit Kraft beten, andere Barmherzigkeit zeigen, und noch viel mehr. Diese geistlichen Gaben werden auch heute gegeben; Gott hat nicht aufgehört, sein Volk auszurüsten. Und beachtet den wichtigsten Teil von Vers 7: jede Gabe ist „zum allgemeinen Nutzen“. Der Geist gibt euch nie eine Gabe, damit ihr euch besonders fühlt — Er gibt sie, damit ihr anderen Menschen dienen könnt.

Das heißt: Gott hat einen besonderen Weg, wie ihr seiner Familie helfen sollt. Ihr müsst nicht die Gabe eines anderen kopieren oder wünschen, ihr wäret wie ein anderes Kind; derselbe Geist, der genau wusste, wie er Josef zu einem treuen Arbeiter machte, weiß genau, was in euch wachsen soll. Aber merkt euch: Gaben sind nie der Punkt — Liebe ist es. Die Bibel sagt, Charakter zählt mehr als Begabung; jemand kann eine erstaunliche Gabe haben und trotzdem unfreundlich sein — und das hilft niemandem. Also bitten wir den Geist um seine Gaben und um seine Frucht — Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit () — damit alles, was wir bekommen, anderen zum Segen dient, genau wie Jesus es täte.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Der Heilige Geist gibt jedem Helfer in Gottes Familie eine besondere Art zu helfen — und deine ist nur für dich! Helfer sind am glücklichsten, wenn sie anderen helfen.

Lasst es uns tun: Jeder nennt eine Art, wie er gern hilft (singen, umarmen, teilen, aufräumen). Jubelt für jeden: „Das ist eine Gabe von Gott!“

Die Mittleren 7–9

Geistliche Gaben sind verschiedene Aufgaben, die der Geist „zum allgemeinen Nutzen“ gibt (V. 7) — also um anderen zu helfen, nicht um anzugeben.

Reden wir darüber: Auf welche Weise denkst du, dass Gott dich begabt hat, deiner Familie oder Gemeinde zu helfen?

Die Großen 10–13

Der Geist verteilt verschiedene Gaben — und sie sind heute noch wirksam — aber sie sind zum Dienen gegeben, nicht zum Status. Charakter steht immer über Begabung.

Gehen wir tiefer: Warum gibt Gott deiner Meinung nach verschiedenen Menschen verschiedene Gaben, statt allen dieselbe?

💬 Gesprächsanstoß

Wenn unsere ganze Familie ein Sportteam wäre — welche „Position“ würde jeder am besten spielen?Gott hat jeden von uns mit einer anderen Gabe entworfen, damit das ganze „Team“ zusammenarbeitet!

🛡️ Den Glauben verteidigen

Manche behaupten, die Gaben des Geistes seien „längst vorbei“ — aber die Bibel sagt das nirgends, und Gläubige auf der ganzen Welt sehen den Geist auch heute noch wirken. Wir halten das mit Demut, nicht mit Hype: Gaben sind real, aber sie dienen immer der Liebe und weisen auf Jesus, nie auf uns selbst. Seid bereit, das sanft und zuversichtlich zu erklären, wenn man fragt ().

Für Papa · Zum Vertiefen

Die klassische pfingstliche Lehre bejaht freudig, dass die Gaben des Geistes für die Gemeinde heute da sind, nicht im ersten Jahrhundert eingefroren. Aber die Leitplanke in ist entscheidend: Gaben sind „zum allgemeinen Nutzen“, nicht für persönliche Schau, Wohlstand oder Plattformbau. Hier geht so manche moderne Lehre in Hype und Selbstvermarktung ab. Wie Sam Storms uns erinnert, ist Charakter immer wichtiger als Begabung — und Paulus macht denselben Punkt, indem er das Liebeskapitel () mitten in seine Gabenlehre stellt. Eure Aufgabe als Vater ist doppelt: helft euren Kindern zu erwarten, dass der Geist sie wirklich begabt, und verankert sie so tief in Demut und Liebe, dass keine Gabe sie je aufblähen könnte. Betet über jedes Kind beim Namen und bittet den Geist, die Gaben zu offenbaren und wachsen zu lassen, die Er in ihnen für das Wohl anderer gelegt hat.

Inspiriert von: Sam Storms, Understanding Spiritual Gifts; Robert Menzies, Pentecost.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke für den Heiligen Geist, der jedem von uns besondere Wege zum Dienen gibt. Lass deine Gaben in uns wachsen, und lass deine Liebe noch mehr wachsen, damit wir alles nutzen, um anderen zu helfen und sie auf Jesus hinzuweisen. Halte uns demütig und freundlich. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Der Geist hat mir eine Gabe mit Absicht gegeben — um anderen zu dienen, nicht um anzugeben.