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Bibel in einem Jahr (optional)

Fest stehen und gesandt werden · Band 3

1. Mose 9–12

Tag 83 von 365 · Lutherbibel 1912

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1. Mose 9 · 1/4
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1. Mose 9

1Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde.

2Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.

3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben.

4Allein eßt das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut.

5Auch will ich eures Leibes Blut rächen und will's an allen Tieren rächen und will des Menschen Leben rächen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist.

6Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.

7Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, daß euer viel darauf werden.

8Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm:

9Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch

10und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden.

11Und richte meinen Bund also mit euch auf, daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe.

12Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich:

13Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

14Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.

15Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe.

16Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.

17Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.

18Die Söhne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham und Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans.

19Das sind die drei Söhne Noahs, von denen ist alles Land besetzt.

20Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge.

21Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Hütte aufgedeckt.

22Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Blöße, sagte er's seinen beiden Brüdern draußen.

23Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rücklings hinzu und deckten des Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht war abgewandt, daß sie ihres Vater Blöße nicht sahen.

24Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn getan hatte,

25sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern!

26und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sem's; und Kanaan sei sein Knecht!

27Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Hütten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht!

28Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfünfzig Jahre,

29daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre, und starb.

1. Mose 10

1Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugten Kinder nach der Sintflut.

2Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras.

3Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thorgama.

4Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, die Chittiter und die Dodaniter.

5Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Ländern, jegliche nach ihren Sprachen, Geschlechtern und Leuten.

6Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan.

7Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma und Sabthecha. Aber die Kinder von Ragma sind diese: Saba und Dedan.

8Chus aber zeugte den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden,

9und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN wie Nimrod.

10Und der Anfang seines Reiches war Babel, Erech, Akkad und Chalne im Lande Sinear.

11Von dem Land ist er gekommen nach Assur und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah,

12dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist die große Stadt.

13Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter,

14die Pathrusiter und die Kasluhiter (von dannen sind gekommen die Philister) und die Kaphthoriter.

15Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth,

16den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter,

17den Heviter, den Arkiter, den Siniter,

18den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter.

19Und ihre Grenzen waren von Sidon an durch Gerar bis gen Gaza, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und bis gen Lasa.

20Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen und Leuten.

21Sem aber, Japheths, des Ältern, Bruder, zeugte auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber.

22Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram.

23Die Kinder von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas.

24Arphachsad aber zeugte Salah, Salah zeugte Eber.

25Eber zeugte zwei Söhne. Einer hieß Peleg, darum daß zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward; des Bruder hieß Joktan.

26Und Joktan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,

27Hadoram, Usal, Dikla,

28Obal, Abimael, Saba,

29Ophir, Hevila und Jobab. Das sind die Kinder von Joktan.

30Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen Morgen.

31Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Ländern und Leuten.

32Das sind die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut.

1. Mose 11

1Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.

2Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst.

3Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laß uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk

4und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.

5Da fuhr der HERR hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.

6Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.

7Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!

8Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen.

9Daher heißt ihr Name Babel, daß der HERR daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Länder.

10Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut,

11und lebte darnach fünfhundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

12Arphachsad war fünfunddreißig Jahre alt und zeugte Salah

13und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

14Salah war dreißig Jahre alt und zeugte Eber

15und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

16Eber war vierunddreißig Jahre alt und zeugte Peleg

17und lebte darnach vierhundertunddreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

18Peleg war dreißig Jahre alt und zeugte Regu

19und lebte darnach zweihundertundneun Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

20Regu war zweiundreißig Jahre alt und zeugte Serug

21und lebte darnach zweihundertundsieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

22Serug war dreißig Jahre alt und zeugte Nahor

23und lebte darnach zweihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

24Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugte Tharah

25und lebte darnach hundertundneunzehn Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

26Tharah war siebzig Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran.

27Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugte Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugte Lot.

28Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chaldäa.

29Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hieß Sarai, und Nahors Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska.

30Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.

31Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und führte sie aus Ur in Chaldäa, daß er ins Land Kanaan zöge; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst.

32Und Tharah war zweihundertundfünf Jahre alt und starb in Haran.

1. Mose 12

1Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.

2Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein.

3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

4Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber ward fünfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog.

5Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land,

6zog Abram durch bis an die Stätte Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.

7Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.

8Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth-El, und richtete seine Hütte auf, daß er Beth-El gegen Abend und Ai gegen Morgen hatte, und baute daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN.

9Darnach zog Abram weiter und zog aus ins Mittagsland.

10Es kam aber eine Teuerung in das Land. Da zog Abram hinab nach Ägypten, daß er sich daselbst als ein Fremdling aufhielte; denn die Teuerung war groß im Lande.

11Und da er nahe an Ägypten kam, sprach er zu seinem Weib Sarai: Siehe, ich weiß, daß du ein schönes Weib von Angesicht bist.

12Wenn dich nun die Ägypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib, und werden mich erwürgen, und dich leben lassen.

13Sage doch, du seist meine Schwester, auf daß mir's wohl gehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe um deinetwillen.

14Als nun Abram nach Ägypten kam, sahen die Ägypter das Weib, daß sie sehr schön war.

15Und die Fürsten des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht.

16Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele.

17Aber der HERR plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes, willen.

18Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, daß sie dein Weib wäre?

19Warum sprachst du denn, sie wäre deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und ziehe hin.

20Und Pharao befahl seinen Leuten über ihm, daß sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.

Übersetzung: Lutherbibel 1912