Bibel in einem Jahr (optional)
Gott kennenlernen · Band 1
Psalm 7; Psalm 27; Psalm 31; Psalm 34; Psalm 52
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Psalm 7
1Die Unschuld Davids, davon er sang dem HERRN von wegen der Worte des Chus, des Benjaminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott. Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,
2daß sie nicht wie Löwen meine Seele erhaschen und zerreißen, weil kein Erretter da ist.
3HERR, mein Gott, habe ich solches getan und ist Unrecht in meinen Händen;
4habe ich Böses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschädigt:
5so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. (Sela.)
6Stehe auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich über den Grimm meiner Feinde und wache auf zu mir, der du Gericht verordnet hast,
7daß sich die Völker um dich sammeln; und über ihnen kehre wieder zur Höhe.
8Der HERR ist Richter über die Völker. Richte mich, HERR, nach deiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit!
9Laß der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fördere die Gerechten; denn du prüfst Herzen und Nieren.
10Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft.
11Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der täglich droht.
12Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt
13und hat darauf gelegt tödliche Geschosse; seine Pfeile hat er zugerichtet, zu verderben.
14Siehe, der hat Böses im Sinn; mit Unglück ist er schwanger und wird Lüge gebären.
15Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat,
16Sein Unglück wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.
17Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten.
Psalm 27
1Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!
2So die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, meine Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen.
3Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.
4Eins bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des HERRN bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.
5Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Gezelt und erhöht mich auf einem Felsen,
6und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HERRN.
7HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!
8Mein Herz hält dir vor dein Wort: “Ihr sollt mein Antlitz suchen.” Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
9Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoße nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Laß mich nicht und tue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil!
10Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HERR nimmt mich auf.
11HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.
12Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen gegen mich und tun mir Unrecht ohne Scheu.
13Ich glaube aber doch, daß ich sehen werde das Gute des HERRN im Lande der Lebendigen.
14Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Psalm 31
1Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, auf dich traue ich, laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!
2Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest!
3Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wolltest du mich leiten und führen.
4Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellt haben; denn du bist meine Stärke.
5In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
6Ich hasse, die da halten auf eitle Götzen; ich aber hoffe auf den HERRN.
7Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, daß du mein Elend ansiehst und erkennst meine Seele in der Not
8und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.
9HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Leib.
10Denn mein Leben hat abgenommen vor Betrübnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet.
11Es geht mir so übel, daß ich bin eine große Schmach geworden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir.
12Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.
13Denn ich höre, wie mich viele schelten, Schrecken ist um und um; sie ratschlagen miteinander über mich und denken, mir das Leben zu nehmen.
14Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!
15Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.
16Laß leuchten dein Antlitz über deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte!
17HERR, laß mich nicht zu Schanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zu Schanden werden und schweigen in der Hölle.
18Verstummen müssen falsche Mäuler, die da reden gegen den Gerechten frech, stolz und höhnisch.
19Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast für die, so dich fürchten, und erzeigest vor den Leuten denen, die auf dich trauen!
20Du verbirgst sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen.
21Gelobt sei der HERR, daß er hat eine wunderbare Güte mir bewiesen in einer festen Stadt.
22Denn ich sprach zu meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen. Dennoch hörtest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie.
23Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt.
24Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HERRN harret!
Psalm 34
1Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
2Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, daß es die Elenden hören und sich freuen.
3Preiset mit mir den HERRN und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen.
4Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
5Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden.
6Da dieser Elende rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.
7Der Engel des HERRN lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus.
8Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn traut!
9Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.
10Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgend einem Gut.
11Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des HERRN lehren:
12Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?
13Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden.
14Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.
15Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien;
16das Antlitz aber des HERRN steht gegen die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde.
17Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.
18Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.
19Der Gerechte muß viel Leiden; aber der HERR hilft ihm aus dem allem.
20Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird.
21Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.
22Der HERR erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.
Psalm 52
1Eine Unterweisung Davids, vorzusingen; da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus gekommen. Was trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden tun; so doch Gottes Güte täglich währet?
2Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lügen wie ein scharfes Schermesser.
3Du redest lieber Böses denn Gutes, und Falsches denn Rechtes. (Sela.
4Du redest gerne alles, was zu verderben dient, mit falscher Zunge.
5Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören und zerschlagen und aus deiner Hütte reißen und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. (Sela.)
6Und die Gerechten werden es sehen und sich fürchten und werden sein lachen:
7“Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zu tun.”
8Ich aber werde bleiben wie ein grüner Ölbaum im Hause Gottes, verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewiglich.
9Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; ich will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude daran.
Übersetzung: Lutherbibel 1912