Bibel in einem Jahr (optional)
Gott kennenlernen · Band 1
Psalm 19; Psalm 65; Psalm 96; Psalm 100; Psalm 105
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Psalm 19
1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.
2Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.
3Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre.
4Ihre Schnur geht aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende. Er hat der Sonne eine Hütte an ihnen gemacht;
5und dieselbe geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held zu laufen den Weg.
6Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.
7Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Unverständigen weise.
8Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.
9Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich; die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.
10Sie sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer denn Honig und Honigseim.
11Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hält, der hat großen Lohn.
12Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle!
13Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben großer Missetat.
14Laß dir wohl gefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erlöser.
Psalm 65
1Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen. Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlt man Gelübde.
2Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir.
3Unsre Missetat drückt uns hart; du wollest unsre Sünden vergeben.
4Wohl dem, den du erwählst und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen; der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.
5Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;
6der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerüstet ist mit Macht;
7der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker,
8daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da webet, gegen Morgen und gegen Abend.
9Du suchst das Land heim und wässerst es und machst es sehr reich. Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle. Du läßt ihr Getreide wohl geraten; denn also bauest du das Land.
10Du tränkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.
11Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Fett.
12Die Weiden in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig.
13Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet.
Psalm 96
1Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN alle Welt!
2Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; verkündiget von Tag zu Tage sein Heil!
3Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder.
4Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbar über alle Götter.
5Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht.
6Es stehet herrlich und prächtig vor ihm und gehet gewaltig und löblich zu in seinem Heiligtum.
7Ihr Völker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht.
8Bringet her dem HERRN die Ehre seines Namens; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!
9Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!
10Saget unter den Heiden, daß der HERR König sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll, und richtet die Völker recht.
11Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich; das Meer brause und was darinnen ist;
12das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; und lasset rühmen alle Bäume im Walde
13vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.
Psalm 100
1Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
2Dient dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
3Erkennt, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
4Geht zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!
5Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Psalm 105
1Danket dem HERRN und predigt seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!
2Singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern!
3Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!
4Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allewege!
5Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und der Gerichte seines Mundes,
6ihr, der Same Abrahams, seines Knechtes, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten!
7Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt.
8Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, des Wortes, das er verheißen hat auf tausend Geschlechter,
9den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak;
10und stellte es Jakob zu einem Rechte und Israel zum ewigen Bunde
11und sprach: “Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,”
12da sie wenig und gering waren und Fremdlinge darin.
13Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern Volk.
14Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen.
15“Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!”
16Und er ließ Teuerung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.
17Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knecht verkauft.
18Sie zwangen seine Füße in den Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen,
19bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchläuterte.
20Da sandte der König hin und ließ ihn losgeben; der HERR über Völker hieß ihn herauslassen.
21Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter,
22daß er seine Fürsten unterwiese nach seiner Weise und seine Ältesten Weisheit lehrte.
23Und Israel zog nach Ägypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.
24Und er ließ sein Volk sehr wachsen und machte sie mächtiger denn ihre Feinde.
25Er verkehrte jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten, seine Knechte mit List zu dämpfen.
26Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er erwählt hatte.
27Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.
28Er ließ Finsternis kommen und machte es finster; und sie waren nicht ungehorsam seinen Worten.
29Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische.
30Ihr Land wimmelte Frösche heraus in den Kammern ihrer Könige.
31Er sprach: da kam Ungeziefer, Stechmücken in all ihr Gebiet.
32Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande
33und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Gebiet.
34Er sprach: da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl.
35Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Früchte auf ihrem Felde.
36Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle Erstlinge ihrer Kraft.
37Und er führte sie aus mit Silber und Gold; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen.
38Ägypten ward froh, daß sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen.
39Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer, des Nachts zu leuchten.
40Sie baten: da ließ er Wachteln kommen; und er sättigte sie mit Himmelsbrot.
41Er öffnete den Felsen: da floß Wasser heraus, daß Bäche liefen in der dürren Wüste.
42Denn er gedachte an sein heiliges Wort, das er Abraham, seinem Knecht, hatte geredet.
43Also führte er sein Volk in Freuden und seine Auserwählten in Wonne
44und gab ihnen die Länder der Heiden, daß sie die Güter der Völker einnahmen,
45auf daß sie halten sollten seine Rechte und sein Gesetze bewahren. Halleluja!
Übersetzung: Lutherbibel 1912