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Bibel in einem Jahr (optional)

Gott kennenlernen · Band 1

Psalm 26; Psalm 40; Psalm 58; Psalm 61; Psalm 62; Psalm 64

Tag 130 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 26 · 1/6
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Psalm 26

1Ein Psalm Davids. HERR, schaffe mir Recht; denn ich bin unschuldig! Ich hoffe auf den HERRN; darum werde ich nicht fallen.

2Prüfe mich, HERR, und versuche mich; läutere meine Nieren und mein Herz.

3Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.

4Ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.

5Ich hasse die Versammlung der Boshaften und sitze nicht bei den Gottlosen.

6Ich wasche meine Hände in Unschuld und halte mich, HERR, zu deinem Altar,

7da man hört die Stimme des Dankens, und da man predigt alle deine Wunder.

8HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.

9Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern noch mein Leben mit den Blutdürstigen,

10welche mit böser Tücke umgehen und nehmen gern Geschenke.

11Ich aber wandle unschuldig. Erlöse mich und sei mir gnädig!

12Mein Fuß geht richtig. Ich will dich loben, HERR, in den Versammlungen.

Psalm 40

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich harrte des HERRN; und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien

2und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann;

3und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN fürchten und auf ihn hoffen.

4Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und zu denen, die mit Lügen umgehen!

5HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen und davon sagen; aber sie sind nicht zu zählen.

6Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.

7Da ich sprach: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.

8Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.

9Ich will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeinde; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weißt du.

10Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.

11Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine Güte und Treue allewege mich behüten.

12Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn der Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.

13Laß dir's gefallen, HERR, daß du mich errettest; eile, HERR, mir zu helfen!

14Schämen müssen sich und zu Schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zu Schanden werden, die mir Übles gönnen.

15Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: “Da, da!”

16Es müssen dein sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: “Der HERR sei hoch gelobt!”

17Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht!

Psalm 58

1Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme. Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist, und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?

2Ja, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande und gehet stracks durch, mit euren Händen zu freveln.

3Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoß an; die Lügner irren von Mutterleib an.

4Ihr Wüten ist gleichwie das Wüten einer Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr zustopft,

5daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.

6Gott, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HERR, das Gebiß der jungen Löwen!

7Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfließt. Sie zielen mit ihren Pfeilen; aber dieselben zerbrechen.

8Sie vergehen wie die Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.

9Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.

10Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache sieht, und wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut,

11daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird ja seiner Frucht genießen; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.

Psalm 61

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf Saitenspiel. Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet!

2Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich führen auf einen hohen Felsen.

3Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.

4Laß mich wohnen in deiner Hütte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen. (Sela.)

5Denn du, Gott, hörst mein Gelübde; du belohnst die wohl, die deinen Namen fürchten.

6Du wollest dem König langes Leben geben, daß seine Jahre währen immer für und für,

7daß er immer bleibe vor Gott. Erzeige ihm Güte und Treue, die ihn behüten.

8So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelübde bezahle täglich.

Psalm 62

1Ein Psalm Davids für Jeduthun, vorzusingen. Meine Seele sei stille zu Gott, der mir hilft.

2Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, meine Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist.

3Wie lange stellt ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget-als eine hängende Wand und zerrissene Mauer?

4Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lüge; geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. (Sela.)

5Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.

6Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde.

7Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf Gott.

8Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. (Sela.)

9Aber Menschen sind ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wiegen weniger denn nichts, so viel ihrer ist.

10Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel, haltet euch nicht zu solchem, das eitel ist; fällt euch Reichtum zu, so hänget das Herz nicht daran.

11Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehört: daß Gott allein mächtig ist.

12Und du, Herr, bist gnädig und bezahlst einem jeglichen, wie er's verdient.

Psalm 64

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Höre, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behüte mein Leben vor dem grausamen Feinde.

2Verbirg mich vor der Versammlung der Bösen, vor dem Haufen der Übeltäter,

3welche ihre Zunge schärfen wie ein Schwert, die mit giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen,

4daß sie heimlich schießen die Frommen; plötzlich schießen sie auf ihn ohne alle Scheu.

5Sie sind kühn mit ihren bösen Anschlägen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?

6Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Ränke.

7Aber Gott wird sie plötzlich schießen, daß es ihnen wehe tun wird.

8Ihre eigene Zunge wird sie fällen, daß ihrer spotten wird, wer sie sieht.

9Und alle Menschen werden sich fürchten und sagen: “Das hat Gott getan!” und merken, daß es sein Werk sei.

10Die Gerechten werden sich des HERRN freuen und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich des rühmen.

Übersetzung: Lutherbibel 1912