A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 1 · Tag 145 von 365

Wie ein Kind zu Jesus kommen

Monat 5: Jesus — Gott mit uns · Herzenssache

⏱ ≈ 12 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Markus 10:13–16

13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. 14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. 15 Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Merkvers

Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen.Johannes 10:11 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Psalm 87; Psalm 88; Psalm 89; Psalm 91; Psalm 92; Psalm 93

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 145 von 365 — der HERR als unsere Wohnung und Zuflucht.)

Worum es geht

Eltern brachten ihre Kleinen zu Jesus, damit er sie berührte und segnete — und die Jünger versuchten, sie wegzuschicken. Sie dachten, Jesus sei zu beschäftigt und zu wichtig für Kinder. Aber Markus sagt, Jesus war „sehr unwillig“. Er sagte: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.“ Dann nahm er sie in die Arme und segnete sie. In einer Welt, die Kinder nach hinten drängte, zog Jesus sie ganz nach vorn. Es gibt kein Zu-klein-Sein, kein Zu-zappelig-Sein, kein Zu-unwichtig-Sein für Jesus.

Dann sagte Jesus etwas Überraschendes: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kindlein, der wird es nicht eingehen.“ Er lehrte: Der Weg hinein ist der Weg, wie ein Kind ein Geschenk annimmt — mit offenen Händen, vertrauend, nicht verdienend. Ein Kleines streitet nicht, dass es eine Umarmung verdient; es rennt einfach in wartende Arme. So kommen wir zu Gott: nicht stolz darauf, wie gut wir sind, sondern froh, willkommen zu sein wegen seiner Güte. Erwachsene machen Glauben manchmal kompliziert und wollen beeindrucken. Jesus sagt, die Tür ist niedrig — man muss klein kommen. Und die gute Nachricht für jedes Kind an eurem Tisch heute Abend: Jesus ist nicht zu beschäftigt für dich. Er streckt gerade jetzt seine Arme aus.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Jesus liebt es, Kinder zu halten! Du bist niemals zu klein für Jesus. Er will, dass du nah kommst.

Lasst es uns tun: Breitet die Arme weit wie Jesus und gebt jemandem eine große Umarmung. So heißt er uns willkommen!

Die Mittleren 7–9

Die Erwachsenen wollten die Kinder wegschicken, aber Jesus sagte: „Lasst sie kommen!“ Er ist niemals zu beschäftigt für dich.

Reden wir darüber: Wie sieht es aus, „zu Jesus zu kommen“ — was kannst du wirklich tun?

Die Großen 10–13

„Wie ein Kind“ kommen heißt vertrauen statt verdienen. Stolz sagt: „Ich schaffe das“; ein Kind sagt: „Ich brauche dich.“

Gehen wir tiefer: In welchem Teil deines Lebens bist du versucht, Gott zu beeindrucken, statt einfach ihm zu vertrauen?

💬 Gesprächsanstoß

Was ist das Beste daran, in die Arme von jemandem zu rennen, der sich wirklich freut, dich zu sehen?Genau das will Jesus, dass wir beim Kommen zu ihm fühlen.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Manche sagen, Glaube sei nur für Kinder, weil er kein „erwachsenes“ Denken sei. Aber Jesus lobte kindliches Vertrauen, nicht kindische Unwissenheit — er nahm ehrliche Fragen an (). Der Glaube, den wir hochhalten, hat Gründe dahinter, und wir sollen sie sanft und respektvoll teilen ().

Für Papa · Zum Vertiefen

Es ist leicht, den Instinkt der Jünger unbemerkt zu übernehmen — das geistliche Leben deiner Kinder als niedrigere Priorität zu behandeln als die „echte“ Arbeit des Tages. Jesus tadelte genau diesen Reflex. Die Unterbrechungen, die Fragen beim Zubettgehen, das zappelige Kind auf dem Schoß bei der Andacht — das sind keine Ablenkungen von Reich-Gottes-Arbeit; in Jesu Augen sind sie Reich-Gottes-Arbeit. Und hier die demütige Wende: Jesus sagte nicht nur, Kinder seien willkommen; er sagte, du musst wie eines werden, um überhaupt einzugehen. Dieselbe Gnade, die deine Kinder mit offenen Händen empfangen, ist der einzige Weg für dich. Führe sie nicht als polierter Experte, sondern als ein Kind gleich ihnen, das zu den Armen des Vaters rennt.

Inspiriert von: Sam Rainer; Tony Evans, Raising Kingdom Kids.

Lasst uns zusammen beten

„Jesus, danke, dass wir niemals zu klein oder zu unwichtig sind und du nie zu beschäftigt für uns bist. Hilf uns, wie vertrauende Kinder zu dir zu kommen — mit offenen Händen, froh, geliebt zu werden. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Ich komme nicht zu Jesus, indem ich ihn beeindrucke — ich komme wie ein Kind, froh, willkommen zu sein.