Gott formt den ersten Menschen
Monat 1: Am Anfang — Gott kennenlernen · Biblische Geschichte
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: 1. Mose 2:7–9, 15
7 Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. 8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. … 15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn baute und bewahrte.
Merkvers
“Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl.”— Psalm 139:14 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: Hiob 4–7
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 15 von 365 — Hiobs Freunde beginnen zu reden.)Worum es geht
Als Gott den ersten Menschen schuf, tat er etwas anderes, als er es bei den Sternen und den Meeren getan hatte. Bei allem anderen sprach Gott einfach, und es war da. Doch bei Adam sagt die Bibel, der HERR habe „den Menschen aus einem Erdenkloß“ gemacht () — wie ein Töpfer, der sich hinkniet und den Ton mit eigenen Händen formt. Dann kam er ganz nah und „blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase“, und die leblose Gestalt wurde „eine lebendige Seele“. Stell dir dieses Bild einmal vor: Gott schuf den ersten Menschen nicht aus der Ferne. Er beugte sich tief hinab, formte ihn mit Bedacht und gab ihm Leben aus seinem eigenen Atem.
Das sagt uns zwei wunderbare Dinge auf einmal. Erstens: Du bist aus ganz gewöhnlichem Stoff gemacht — aus Erde —, da bleibt kein Raum für Stolz; wir sind Geschöpfe, nicht der Schöpfer. Doch zweitens: Du bist erfüllt vom Lebensatem Gottes selbst, da bleibt auch kein Raum für Verzweiflung; du bist kostbar und mit Sorgfalt gemacht. Dann gab Gott Adam ein wirkliches Zuhause, einen Garten voll guter Bäume, und eine wirkliche Aufgabe: ihn zu „bebauen und zu bewahren“ (). Vom allerersten Tag an war der Mensch dazu geschaffen, Gott zu kennen, seine gute Welt zu genießen und sinnvolle Arbeit für ihn zu tun. Genau dafür gibt es dich noch heute.
Rund um den Tisch
Gott hat den ersten Menschen, Adam, mit seinen eigenen Händen gemacht — und ihm dann das Leben eingehaucht! Auch dich hat Gott mit Sorgfalt gemacht.
Lasst es uns tun: Formt eure Hände so, als würdet ihr Ton kneten, und pustet dann kräftig. „Gott hat den Menschen mit Absicht gemacht!“
Die Sterne hat Gott ins Dasein gesprochen, doch den Menschen hat er mit seinen Händen und seinem Atem geformt. Warum hat er das wohl so sorgfältig getan?
Reden wir darüber: Gott gab Adam im Garten eine Aufgabe. Welche gute „Arbeit“ hat Gott dir bei uns zu Hause gegeben?
rückt ganz nah heran und zeigt, wie Gott den ersten Menschen schuf — mit der Hand, und dann, indem er ihm den Lebensatem gab. Aus Erde gemacht zu sein hält uns demütig; vom Atem Gottes erfüllt zu sein macht uns wertvoll.
Gehen wir tiefer: Wie verändert es deinen Tag, wenn du weißt, dass Gott dich sorgfältig gemacht und dir eine echte Aufgabe für ihn gegeben hat?
💬 Gesprächsanstoß
Hast du schon einmal etwas mit deinen eigenen Händen gemacht — ein Bild, eine Höhle, einen Snack? Wie hast du dich gefühlt, als es fertig war?— Das ist ein winziger Vorgeschmack darauf, wie Gott für dich empfindet.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Manche sagen, der Mensch sei nur ein weiteres Tier, das durch Zufall entstanden ist. Doch 1. Mose zeigt: Der Mensch ist einzigartig — von Gottes eigener Hand geformt und mit seinem Lebensatem beschenkt. Wir wurden mit Absicht gemacht, um Gott zu kennen. Wie es in heißt, dürfen wir diese Hoffnung sanftmütig und ehrerbietig erklären, denn die Spuren sorgfältiger Gestaltung sind überall um uns herum — und in uns.
Für Papa · Zum Vertiefen
Die beiden Schöpfungstexte ( und 2) sind keine zwei widersprüchlichen Berichte, wie Skeptiker oft behaupten — sie sind eine Weitwinkelaufnahme und dann eine Nahaufnahme desselben Geschehens. Kapitel 1 nennt die Reihenfolge der Schöpfung; Kapitel 2 zoomt in den sechsten Tag hinein, um Gottes persönliche Fürsorge bei der Erschaffung des Menschen zu zeigen. Achte auf die Würde, die in einem einzigen Vers steckt: Der Mensch ist aus der Erde (hebräisch adamah, „Erdboden“), darum bleiben wir demütig; und doch belebt vom Atem Gottes selbst, darum sind wir heilig. Das ist die Antwort auf Stolz und auf Scham zugleich — die beiden Gräben, zwischen denen deine Kinder ihr Leben lang wandern werden. Bring ihnen früh bei, dass ihr Wert nicht durch Leistung verdient wird; er wurde ihnen von Gott am Anfang eingehaucht.
Inspiriert von: Ken Ham, Already Gone; and Natasha Crain, Talking with Your Kids about God.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, danke, dass du den Menschen mit deinen eigenen Händen geformt und uns das Leben aus deinem Atem geschenkt hast. Hilf uns, daran zu denken, dass wir mit Absicht gemacht sind, dazu geschaffen, dich zu kennen und gute Arbeit zu tun. In Jesu Namen, Amen.“
Gott hat mich mit Sorgfalt geformt und mir seinen Lebensatem gegeben — ich bin mit Absicht gemacht.