A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 1 · Tag 150 von 365

Vorausblick: Der Weg zum Kreuz

Monat 5: Jesus — Gott mit uns · Familienandacht

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Lukas 9:51 & Markus 10:32–34

51 Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wendete er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. — Lukas 9:51
32 Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem; und Jesus ging vor ihnen, und sie entsetzten sich, folgten ihm nach und fürchteten sich. Und Jesus nahm abermals zu sich die Zwölf und sagte ihnen, was ihm widerfahren würde: 33 Siehe, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und überantworten den Heiden. 34 Die werden ihn verspotten und geißeln und verspeien und töten; und am dritten Tag wird er auferstehen. — Markus 10:32–34

Merkvers

Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen.Johannes 10:11 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Psalm 37; Psalm 71; Psalm 94; Psalm 119:1–88

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 150 von 365 — Psalmen des Vertrauens, wenn das Leben schwer ist, und der Liebe zu Gottes Wort.)

Worum es geht

Diesen Monat sahen wir Jesus nahe kommen — unter uns geboren, getauft, Stürme beruhigend, seine Schafe weidend. Aber Jesus kam nicht bloß, um zu lehren und zu heilen; er kam, um zu sterben. Lukas sagt, als die Zeit nahe war, „richtete er sein Angesicht, gen Jerusalem zu gehen“ (). Diese kleine Phrase steckt voller Mut. Jesus wusste genau, was ihn dort erwartete, und er wandte sich absichtlich darauf zu. In sagt er seinen Freunden sogar vorher: Er wird ausgeliefert, verspottet, geschlagen, getötet — „und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.“ Niemand nahm Jesus das Leben durch Überraschung; der gute Hirte ging, Augen offen, um es für die Schafe hinzugeben.

Das ist die Brücke in den nächsten Monat — und das Herz des Evangeliums. Derselbe Jesus, der vollständig Gott ist, der den Wind befahl und Kinder willkommen hieß, wählte das Kreuz — nicht weil er verlieren musste, sondern weil er liebte. Unser Merkvers sagt es perfekt: „Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Wir retten uns nicht selbst; der Hirte gibt sein Leben, um uns zu retten. Wenn wir diesen Monat schließen, blicken wir voraus mit Trauer und Staunen zugleich. Trauer, weil unsere Sünde das Kreuz nötig machte; Staunen, weil seine Liebe ihn dazu bereit machte. Macht euch bereit, Familie — der Weg führt zu einem Hügel, und dann zu einem leeren Grab.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Jesus ist mutig und voller Liebe. Er ging den ganzen Weg zum Kreuz, weil er uns retten wollte.

Lasst es uns tun: Macht ein mutiges Gesicht, wie Jesus „sein Angesicht richtete“ — dann eine Umarmung und: „Jesus liebt uns!“

Die Mittleren 7–9

Jesus wusste vom Kreuz bevor es geschah, und er wählte trotzdem zu gehen.

Reden wir darüber: Warum denkst du, Jesus ging geradewegs auf etwas so Schweres zu?

Die Großen 10–13

Jesus sagte seinen Tod und seine Auferstehung im Detail voraus () — und es geschah genau so.

Gehen wir tiefer: Wie verändert es, wie du Gottes Liebe siehst, zu wissen, dass Jesus das Kreuz wählte?

💬 Gesprächsanstoß

Was war das Schwerste, das du je absichtlich tun musstest, obwohl du Angst hattest?Jesus tat das Allerschwerste — für uns.

🛡️ Den Glauben verteidigen

Woher wissen wir, dass Jesu Tod kein tragischer Unfall war? Weil er es klar voraussagte — seinen Verrat, sein Leiden, seinen Tod und sein Erstehen am dritten Tag — lange bevor es geschah (). Erfüllte Prophetie aus Jesu eigenem Mund ist starker Beweis, dass er genau ist, wer er behauptete zu sein ().

Für Papa · Zum Vertiefen

In steckt ein väterlicher Mut, der es wert ist, stillzubleiben. Jesus „richtete sein Angesicht“ — er tat die schwere, liebende Sache nicht, wenn er Lust hatte, sondern weil der Wille seines Vaters und das Wohl seines Volkes es verlangten. Vieles von der Führung einer Familie ist genau das: sein Angesicht richten. Auf das schwere Gespräch zu. Auf die Entschuldigung, die du deinem Kind schuldest. Auf beständige, kostspielige Liebe, wenn die Gefühle versiegen. Das Kreuz sagt uns: Liebe ist nicht vor allem ein Gefühl, sondern eine selbsthingebende Wahl, und der Geist befähigt uns dazu (). Wenn du deine Familie durch das Kreuz im nächsten Monat führen willst, lass es zuerst dich durchsuchen. Wo ruft Jesus dich, dein Angesicht zu richten und dich für die in deinem Zuhause hinzugeben? Du kannst ihnen keinen Retter geben, dem du nicht bereit bist zu folgen.

Inspiriert von: Paul Tripp, Parenting; Tony Evans, The Power of the Cross.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass Jesus sein Angesicht dem Kreuz für uns zuwandte — er gab sein Leben als unser guter Hirte. Hilf unserer Familie, zu lieben, was er liebte, und zu folgen, wohin er führt. Bereite unsere Herzen auf das Kreuz und das leere Grab vor. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Jesus sah das Kreuz kommen und ging absichtlich darauf zu — der gute Hirte gab sein Leben für mich.