A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 1 · Tag 211 von 365

Gott redet gern mit seinen Kindern

Monat 8: Mit Gott reden — Die betende Familie · Biblische Geschichte

⏱ ≈ 12 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: 1. Mose 3:8–9 und 2. Mose 33:11

8 Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Bäume im Garten. 9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? — 1. Mose 3:8–9
11 Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte. — 2. Mose 33:11

Merkvers

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.Matthäus 7:7 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Jesaja 63–66

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 211 von 365 — Jesaja schließt mit neuen Himmeln und einer neuen Erde.)

Worum es geht

Ganz am Anfang der Bibel, bevor die Sünde alles verdorben hatte, sehen wir ein wunderschönes kleines Bild: Gott „wandelte im Garten an dem kühlen Abend“ () und kam zu Adam und Eva. Er schuf die Menschen nicht nur, um ihnen von weit weg Befehle zu geben — er schuf sie, um bei ihnen zu sein, um zu reden, zuzuhören und gemeinsam zu gehen. Selbst nachdem Adam und Eva sich versteckt hatten, war das Erste, was Gott tat, zu rufen: „Wo bist du?“ (). Er war nicht verwirrt über ihren Aufenthaltsort; er war ein Vater, der seinen Kindern nachging. Das ist der Herzschlag des Gebets in diesem ganzen Monat: Gott redet gern mit uns, und er spricht immer zuerst.

Jahrhunderte später lesen wir etwas Erstaunliches über Mose: „der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet“ (). Nicht steif, nicht förmlich — Freund zu Freund. Gebet ist nicht, dass wir Gott den Arm verdrehen oder Zauberworte sprechen; es ist ein Kind, das mit einem Vater redet, der gern zuhört. Weil Jesus kam, um uns zu Gott zurückzubringen, steht dieselbe Nähe eurer ganzen Familie offen. Ihr braucht keine schönen Worte und keinen besonderen Ort. Ihr kommt einfach — so, wie man zu jemandem kommt, der euch schon liebt.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Gott redet gern mit dir — wie ein Papa, der seine Kinder sucht! Gebet ist einfach mit Gott reden.

Lasst es uns tun: Haltet die Hände wie ein Telefon und sagt: „Hallo, Gott! Danke, dass du mich liebst!“

Die Mittleren 7–9

Gott ging mit Adam und redete mit Mose wie mit einem Freund. Auch heute will er uns nahe sein.

Reden wir darüber: Wann ist deine liebste Zeit, mit einem Freund zu reden? Könnte das auch eine gute Zeit sein, mit Gott zu reden?

Die Großen 10–13

Im Garten kam Gott suchend zu Menschen, die sich versteckten — er tritt immer zuerst auf uns zu. Gebet ist unsere Antwort auf einen Gott, der spricht.

Gehen wir tiefer: Wenn Gott zuerst zu uns spricht, wie verändert das, wie du dich fühlst, wenn du zu ihm kommst?

💬 Gesprächsanstoß

Mit wem kannst du am leichtesten reden — und warum?Gott will noch leichter zu erreichen sein als das!

🛡️ Den Glauben verteidigen

Woher wissen wir, dass Gott gern angesprochen werden will? Weil er in der ganzen Bibel das Gespräch beginnt — er ruft Adam, befreundet sich mit Mose, sendet Jesus, um uns zurückzubringen. Ein Gott, dem es gleichgültig wäre, würde nicht immer wieder die Hand ausstrecken. Die ganze Geschichte ist Gott, der Menschen verfolgt.

Für Papa · Zum Vertiefen

Es ist leicht, Gebet als Technik zu lehren — diese Worte, in dieser Reihenfolge, und die Ergebnisse folgen. Aber die Schrift verankert Gebet in Beziehung: der Vater, der im Garten wandelte, der mit Mose wie mit einem Freund redete. Eure Kinder werden so beten, wie sie Gott sehen — als fernen Chef, den man besänftigen muss, oder als nahen Vater, den man gern hat. Achte diese Woche auf deine eigene Haltung im Gebet. Kommst du zu Gott meist mit einer Liste, oder kommst du auch einfach nur so? Die mächtigste Gebetslektion, die deine Kinder bekommen, ist ein Papa zu belauschen, der mit Gott redet wie mit jemandem, den er wirklich liebt und dem er wirklich vertraut.

Inspiriert von: Paul Tripp, A Quest for More.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass du gern mit uns redest — dass du Adam suchtest und mit Mose wie mit einem Freund wandeltest. Lehre unsere Familie, nahe zu dir zu kommen und zuzuhören. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Gott ist nicht fern und schwer erreichbar — er ist ein Vater, der gern mit seinen Kindern redet.