A Daily DiscipleJünger zu Hause machen
Band 1 · Tag 217 von 365

Freimütig zum Vater kommen

Monat 8: Mit Gott reden — Die betende Familie · Familienandacht

⏱ ≈ 13 Min. gemeinsam

Heutiger Bibeltext

Lesen wir gemeinsam: Hebräer 4:14–16

14 Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. 15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. 16 Darum laßt uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.

Merkvers

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.Matthäus 7:7 (Lutherbibel 1912)

📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)

Heutige Lesung: Joel 1–3

Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Etwa Tag 217 von 365 — Gott verheißt, seinen Geist auf alles Fleisch auszugießen — erfüllt an Pfingsten!)

Worum es geht

Die ganze Woche haben wir gelernt, dass Gott gern mit uns redet, dass er uns hört und dass sein Geist uns sogar beim Beten hilft. Heute entdecken wir, warum wir überhaupt zu Gott kommen dürfen — und es ist der beste Grund von allen: Jesus. Die Bibel sagt, wir haben „einen großen Hohenpriester, der durch die Himmel hindurchgegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes“ (). Im Alten Testament konnte nur ein Priester nahe zu Gott kommen, und nur einmal im Jahr, mit großer Sorgfalt. Aber Jesus öffnete den Weg für uns. Weil er ein vollkommenes Leben lebte und für unsere Sünden starb, steht die Tür zum Vater weit offen. Wir schleichen nicht zitternd hinein — wir gehen willkommen hinein.

Und Jesus versteht uns. „Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleid haben mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht ist gleichwie wir, doch ohne Sünde“ (). Jesus weiß, wie es ist, müde, traurig, hungrig und versucht zu sein — er versteht es. Darum endet der Vers mit einer so warmen Einladung: „So lasset uns nun freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn wir Hilfe brauchen“ (). Freimütig! Nicht weil wir gut genug sind, sondern weil Jesus es ist. Als Familie landen wir hier: wir kommen zu Gottes Thron — und es ist ein Thron der Gnade — sicher des Willkomms, gewiss der Hilfe. Also kommen wir.

Rund um den Tisch

Die Kleinen 3–6

Wegen Jesus kannst du direkt zu Gott laufen, wie ein Kind auf Papas Schoß — ohne Angst, ganz willkommen!

Lasst es uns tun: Lauft auf der Stelle, dann „klettert“ auf Papas Schoß (oder stellt es euch vor!) und sagt: „Ich kann freimütig zu Gott kommen!“

Die Mittleren 7–9

Jesus öffnete uns die Tür zu Gott. Er weiß sogar, wie wir uns fühlen, weil er auch als Mensch lebte.

Reden wir darüber: Was heißt es, dass Gottes Thron ein Thron der Gnade ist und nicht des Zorns?

Die Großen 10–13

Jesus ist unser „großer Hohenpriester“ () — sein vollkommenes Leben und Opfer sind der Grund, warum wir willkommen sind. Wir kommen freimütig nicht auf unser Verdienst, sondern auf das seine.

Gehen wir tiefer: Wie verändert es deine Gebete zu wissen, dass du auf Jesu Würdigkeit kommst, nicht auf deine eigene Leistung?

💬 Gesprächsanstoß

In wessen Haus kannst du reingehen, ohne zu klopfen, weil du dazugehörst?So willkommen bist du an Gottes Thron — wegen Jesus!

🛡️ Den Glauben verteidigen

Warum sind Christen so zuversichtlich, dass sie direkt zu Gott treten dürfen? Wegen Jesus, unserem Hohenpriester, der den Weg öffnete (). Unsere Freimütigkeit ruht nicht darauf, dass wir gut genug sind — sie ruht auf dem, was Jesus tat. Das ist die Hoffnung, die wir freundlich erklären können, wenn jemand fragt ().

Für Papa · Zum Vertiefen

hält zwei Worte in Spannung, die deine Kinder von dir lernen müssen: freimütig und Gnade. Viele Gläubige kommen ängstlich zu Gott, als hinge der Zugang von der Leistung der letzten Woche ab — und viele andere kommen frech, als ob Gnade bedeutete, Gott schulde ihnen etwas. Das Evangelium sagt: kommt freimütig, weil Jesus euer Willkommen sicherte — und zu einem Thron der Gnade, weil ihr noch immer als jemand kommt, der Barmherzigkeit braucht. Wenn du diese Woche des Gebets mit deiner Familie abschließt, modelliere diese Haltung. Lass sie einen Papa beten hören mit Zuversicht und Demut, weder kriechend noch fordernd. Dieses Gleichgewicht — freier Zugang durch Christus, empfangen als unverdiente Gnade — ist das Herz eines geist-erfüllten, evangeliums-zentrierten Gebetslebens.

Inspiriert von: Tony Evans, The Power of Prayer; und Paul Tripp, New Morning Mercies.

Lasst uns zusammen beten

„Vater, danke, dass wir wegen Jesus, unseres großen Hohenpriesters, freimütig zu deinem Thron kommen dürfen. Danke, dass es ein Thron der Gnade ist, wo wir Barmherzigkeit und Hilfe finden. Wir kommen jetzt als deine geliebten Kinder. In Jesu Namen, Amen.“

Nimm es mit

Wegen Jesus kann ich freimütig zu Gott kommen — willkommen an einem Thron der Gnade, gewiss der Barmherzigkeit und Hilfe.