Bibel in einem Jahr (optional)
Jesus folgen · Band 2
Psalmen 25–27
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Psalm 25
1Ein Psalm Davids. Nach dir, HERR, verlangt mich.
2Mein Gott, ich hoffe auf dich; laß mich nicht zu Schanden werden, daß sich meine Feinde nicht freuen über mich.
3Denn keiner wird zu Schanden, der dein harret; aber zu Schanden müssen sie werden, die leichtfertigen Verächter.
4HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige;
5leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich dein.
6Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist.
7Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen!
8Der HERR ist gut und fromm; darum unterweist er die Sünder auf dem Wege.
9Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.
10Die Wege des HERRN sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.
11Um deines Namens willen, HERR, sei gnädig meiner Missetat, die da groß ist.
12Wer ist der, der den HERRN fürchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg.
13Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.
14Das Geheimnis des HERRN ist unter denen, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er sie wissen.
15Meine Augen sehen stets zu dem HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.
16Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
17Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!
18Siehe an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!
19Siehe, daß meiner Feinde so viel sind und hassen mich aus Frevel.
20Bewahre meine Seele und errette mich, laß mich nicht zu Schanden werden; denn ich traue auf dich.
21Schlecht und Recht, das behüte mich; denn ich harre dein.
22Gott, erlöse Israel aus aller seiner Not!
Psalm 26
1Ein Psalm Davids. HERR, schaffe mir Recht; denn ich bin unschuldig! Ich hoffe auf den HERRN; darum werde ich nicht fallen.
2Prüfe mich, HERR, und versuche mich; läutere meine Nieren und mein Herz.
3Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.
4Ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.
5Ich hasse die Versammlung der Boshaften und sitze nicht bei den Gottlosen.
6Ich wasche meine Hände in Unschuld und halte mich, HERR, zu deinem Altar,
7da man hört die Stimme des Dankens, und da man predigt alle deine Wunder.
8HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.
9Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern noch mein Leben mit den Blutdürstigen,
10welche mit böser Tücke umgehen und nehmen gern Geschenke.
11Ich aber wandle unschuldig. Erlöse mich und sei mir gnädig!
12Mein Fuß geht richtig. Ich will dich loben, HERR, in den Versammlungen.
Psalm 27
1Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!
2So die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, meine Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen.
3Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.
4Eins bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des HERRN bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.
5Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Gezelt und erhöht mich auf einem Felsen,
6und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HERRN.
7HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!
8Mein Herz hält dir vor dein Wort: “Ihr sollt mein Antlitz suchen.” Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
9Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoße nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Laß mich nicht und tue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil!
10Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HERR nimmt mich auf.
11HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.
12Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen gegen mich und tun mir Unrecht ohne Scheu.
13Ich glaube aber doch, daß ich sehen werde das Gute des HERRN im Lande der Lebendigen.
14Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Übersetzung: Lutherbibel 1912