A Daily DiscipleJünger zu Hause machen

Bibel in einem Jahr (optional)

Jesus folgen · Band 2

Psalmen 38–40

Tag 159 von 365 · Lutherbibel 1912

Mitlesen und anhören

Psalm 38 · 1/3
0:00
0:00

Audio: WordProject.org

Psalm 38

1Ein Psalm Davids, zum Gedächtnis. HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm.

2Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich.

3Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde.

4Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.

5Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.

6Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig.

7Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.

8Es ist mir gar anders denn zuvor, und ich bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.

9Herr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

10Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.

11Meine Lieben und Freunde treten zurück und scheuen meine Plage, und meine Nächsten stehen ferne.

12Und die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mir übelwollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.

13Ich aber muß sein wie ein Tauber und nicht hören, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut,

14und muß sein wie einer, der nicht hört und der keine Widerrede in seinem Munde hat.

15Aber ich harre, HERR, auf dich; du, Herr, mein Gott, wirst erhören.

16Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich.

17Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.

18Denn ich zeige meine Missetat an und sorge wegen meiner Sünde.

19Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich unbillig hassen, derer ist viel.

20Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum daß ich an dem Guten halte.

21Verlaß mich nicht, HERR! Mein Gott, sei nicht ferne von mir!

22Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe.

Psalm 39

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jeduthun. Ich habe mir vorgesetzt: Ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund zäumen, weil ich muß den Gottlosen vor mir sehen.

2Ich bin verstummt und still und schweige der Freuden und muß mein Leid in mich fressen.

3Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich daran gedenke, werde ich entzündet; ich rede mit meiner Zunge.

4Aber, HERR, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.

5Siehe, meiner Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! (Sela.)

6Sie gehen daher wie ein Schemen und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es einnehmen wird.

7Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich.

8Errette mich von aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren ein Spott werden.

9Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; denn du hast's getan.

10Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand.

11Wenn du einen züchtigst um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehrt wie von Motten. Ach wie gar nichts sind doch alle Menschen! (Sela.)

12Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien und schweige nicht über meine Tränen; denn ich bin dein Pilger und dein Bürger wie alle meine Väter.

13Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe ich den hinfahre und nicht mehr hier sei.

Psalm 40

1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich harrte des HERRN; und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien

2und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann;

3und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN fürchten und auf ihn hoffen.

4Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und zu denen, die mit Lügen umgehen!

5HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen und davon sagen; aber sie sind nicht zu zählen.

6Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.

7Da ich sprach: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.

8Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.

9Ich will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeinde; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weißt du.

10Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.

11Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine Güte und Treue allewege mich behüten.

12Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn der Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.

13Laß dir's gefallen, HERR, daß du mich errettest; eile, HERR, mir zu helfen!

14Schämen müssen sich und zu Schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zu Schanden werden, die mir Übles gönnen.

15Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: “Da, da!”

16Es müssen dein sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: “Der HERR sei hoch gelobt!”

17Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht!

Übersetzung: Lutherbibel 1912