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Bibel in einem Jahr (optional)

Jesus folgen · Band 2

Psalmen 57–60

Tag 165 von 365 · Lutherbibel 1912

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Psalm 57 · 1/4
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Psalm 57

1Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme, da er vor Saul floh in die Höhle. Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorübergehe.

2Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht.

3Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmähung des, der wider mich schnaubt. (Sela.) Gott sendet seine Güte und Treue.

4Ich liege mit meiner Seele unter den Löwen; die Menschenkinder sind Flammen, ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter.

5Erhebe dich, Gott, über den Himmel, und deine Ehre über alle Welt.

6Sie stellen meinem Gang Netze und drücken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube, und fallen selbst hinein. (Sela.)

7Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe.

8Wache auf, meine Ehre, wache auf, Psalter und Harfe! Mit der Frühe will ich aufwachen.

9Herr, ich will dir danken unter den Völkern; ich will dir lobsingen unter den Leuten.

10Denn deine Güte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.

11Erhebe dich, Gott, über den Himmel, und deine Ehre über alle Welt.

Psalm 58

1Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme. Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist, und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?

2Ja, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande und gehet stracks durch, mit euren Händen zu freveln.

3Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoß an; die Lügner irren von Mutterleib an.

4Ihr Wüten ist gleichwie das Wüten einer Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr zustopft,

5daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.

6Gott, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HERR, das Gebiß der jungen Löwen!

7Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfließt. Sie zielen mit ihren Pfeilen; aber dieselben zerbrechen.

8Sie vergehen wie die Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.

9Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.

10Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache sieht, und wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut,

11daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird ja seiner Frucht genießen; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.

Psalm 59

1Ein gülden Kleinod Davids, daß er nicht umkäme, da Saul hinsandte und ließ sein Haus verwahren, daß er ihn tötete. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, die sich wider mich setzen.

2Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen.

3Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.

4Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein.

5Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind. (Sela.)

6Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.

7Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: “Wer sollte es hören?”

8Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.

9Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.

10Gott erzeigt mir reichlich seine Güte; Gott läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.

11Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, Herr, unser Schild, und stoße sie hinunter!

12Das Wort ihrer Lippen ist eitel Sünde, darum müssen sie gefangen werden in ihrer Hoffart; denn sie reden eitel Fluchen und Lügen.

13Vertilge sie ohne alle Gnade; vertilge sie, daß sie nichts seien und innewerden, daß Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. (Sela.)

14Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.

15Sie laufen hin und her um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.

16Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.

17Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnädiger Gott.

Psalm 60

1Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen; von der Rose des Zeugnisses, zu lehren; da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrte und schlug der Edomiter im Salztal zwölftausend. Gott, der du uns verstoßen und zerstreut hast und zornig warst, tröste uns wieder.

2Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellt ist.

3Denn du hast deinem Volk Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten;

4du hast aber doch ein Panier gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen und das sie sicher machte. (Sela.)

5Auf daß deine Lieben erledigt werden, hilf mit deiner Rechten und erhöre uns.

6Gott redete in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Sukkoth.

7Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Hauptes, Juda ist mein Zepter,

8Moab ist mein Waschbecken, meinen Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzt mir zu.

9Wer will mich führen in die feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?

10Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstößest und ziehest nicht aus, Gott, mit unserm Heer?

11Schaffe uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze.

12Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde untertreten.

Übersetzung: Lutherbibel 1912