Mein Herr und mein Gott
Monat 12: Auferstanden und gesandt · Herzenssache
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: Johannes 20:26–28
26 Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! 27 Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche dein Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein HERR und mein Gott!
Merkvers
“Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!”— Johannes 20:29 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: Titus 3; Philemon 1; Hebräer 1
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Der Hebräerbrief eröffnet damit, dass Gott zu uns durch seinen Sohn gesprochen hat, der der Glanz seiner Herrlichkeit ist.)Worum es geht
Als Thomas endlich den auferstandenen Jesus sah, sagte er nicht bloß: „Okay, ich glaube, du lebst.“ Er fiel in die tiefsten Worte der Anbetung im ganzen Johannesevangelium: „Mein Herr und mein Gott!“ (). Halte inne und spüre das Gewicht. Ein frommer jüdischer Mann, der gelernt hatte zu bekennen, dass der HERR allein Gott ist, blickte auf den Mann vor ihm mit den nagelgetragenen Händen — und nannte ihn Gott. Und Jesus korrigierte ihn nicht. Er sagte nicht: „Vorsicht, Thomas, ich bin nur ein Lehrer.“ Er nahm die Anbetung an, weil sie richtig war. Die Auferstehung beweist nicht nur, dass Jesus lebt; sie beweist, wer er immer war. Er ist kein großes Vorbild, kein weiser Rabbi, kein gütiger Märtyrer. Er ist der Herr. Er ist Gott.
Aber achte auf das kleine Wort, das Thomas zweimal benutzt: mein. „Mein Herr und mein Gott.“ Hier wird es persönlich — und hier wird es zur Herzenssache. Man kann jeden wahren Fakt über Jesus glauben und dennoch nie mein sagen. Die Dämonen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist, und erbeben () — aber sie beugen sich nie und nennen ihn „meiner.“ Echter Glaube ist nicht nur zuzustimmen, dass Jesus Herr des Universums ist; es ist, das eigene Knie zu beugen und ihm das eigene Herz zu geben. Heute Abend ist die Frage für jeden am Tisch, vom Vierjährigen bis zu Papa, nicht nur „Ist Jesus Herr?“, sondern „Ist Jesus mein Herr? Ist er mein Gott?“ Man kann nicht auf den Glauben eines anderen in das Reich reiten. Jeder von uns muss für sich antworten.
Rund um den Tisch
Als Thomas Jesus lebendig sah, sagte er: „Mein Herr und mein Gott!“ Er wusste: Jesus ist nicht nur ein netter Mann — Jesus ist Gott! Wir können Jesus auch „meinen“ nennen.
Lasst es uns tun: Legt die Hand aufs Herz und sagt: „Jesus ist MEIN Herr und MEIN Gott!“
Thomas sagte nicht nur „ein Herr“ — er sagte „mein Herr.“ Es reicht nicht, etwas über Jesus zu wissen; jeder von uns muss ihn zu seinem eigenen machen.
Reden wir darüber: Was ist der Unterschied, eine berühmte Person nur zu kennen — oder sie wirklich als Freund zu kennen?
Thomas nennt Jesus „Gott“, und Jesus nimmt die Anbetung an — starker Beweis, dass Jesus vollgöttlich ist, nicht bloß ein Lehrer. Und das Wort „mein“ macht Glauben persönlich, nicht vererbt.
Gehen wir tiefer: Warum kann niemand durch den Glauben seiner Eltern gerettet werden? Wie sieht es aus, Jesus zu deinem eigenen Herrn zu machen?
💬 Gesprächsanstoß
Was ist wirklich deins — nicht das deines Geschwisters, nicht geliehen, sondern deins? Glaube an Jesus soll so sein: persönlich deiner.
🛡️ Den Glauben verteidigen
Manche behaupten, Jesus habe nie gesagt, er sei Gott — aber hier nennt Thomas ihn „meinen Herrn und meinen Gott“, und Jesus, der falsche Anbetung immer zurückwies, nimmt sie an. Der auferstandene Christus lässt sich als Gott anbeten, weil er Gott ist.
Für Papa · Zum Vertiefen
Es gibt ein altes Wort unter wesleyanischen Gläubigen: „Gott hat keine Enkel.“ Jede Generation muss selbst zu Christus kommen; Glaube lässt sich nicht wie ein Nachname vererben. Das ist eines der stillen Gewichte des Vaterseins — du kannst deine Kinder zum Brunnen führen, aber du kannst nicht für sie trinken. Deine Aufgabe ist nicht, ihren „Mein Herr und mein Gott“-Moment zu fabrizieren (das kannst du nicht), sondern es so leicht wie möglich zu machen, dass sie kommen, und unmöglich, die Einladung zu ignorieren. Bete für jedes Kind beim Namen, damit es Jesus persönlich zu seinem macht. Widerstehe der Versuchung anzunehmen, ein Kind sei bekehrt, nur weil es brav ist oder in der Gemeinde aufgewachsen ist. Und halte dein eigenes Bekenntnis frisch: Ein Vater, der „mein Herr und mein Gott“ mit echter Wärme sagt, gibt seinen Kindern etwas weit Überzeugenderes als bloße Religion — er gibt ihnen einen Blick darauf, wie es aussieht, wirklich zu Jesus zu gehören.
Inspiriert von: J. I. Packer, Knowing God (zum Glauben als persönlich, nicht aus zweiter Hand).
Lasst uns zusammen beten
„Herr Jesus, du bist nicht nur ein guter Lehrer — du bist Gott, für immer lebendig. Wir wollen nicht nur etwas über dich wissen; wir wollen dich kennen. Sei mein Herr und mein Gott, jeder von uns, persönlich. Wir geben dir heute Abend unsere eigenen Herzen. In Jesu Namen, Amen.“
Es reicht nicht, dass Jesus Herr ist — er muss MEIN Herr und MEIN Gott sein.