Hoffnung für die Mutlosen
Monat 6: Schwere Fragen · Andere lieben
Heutiger Bibeltext
Lesen wir gemeinsam: 2. Korinther 1:3–5
3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, 4 der uns tröstet in aller unsrer Trübsal, daß auch wir trösten können, die da sind in allerlei Trübsal, mit dem Trost, damit wir getröstet werden von Gott. 5 Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden wir auch reichlich getröstet durch Christum.
Merkvers
“Denn der Feigenbaum wird nicht grünen, und wird kein Gewächs sein an den Weinstöcken; die Arbeit am Ölbaum ist vergeblich, und die Äcker bringen keine Nahrung; und Schafe werden aus den Hürden gerissen, und werden keine Rinder in den Ställen sein. Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.”— Habakuk 3:17–18 (Lutherbibel 1912)
📖 Die Bibel in einem Jahr (optional)
Heutige Lesung: 2. Samuel 9–12
Die ganze Bibel in einem Jahr lesen — tut dies, wenn ihr etwas mehr Zeit habt. (Davids Güte gegenüber Mephiboscheth und sein großes Versagen und seine Umkehr.)Worum es geht
Paulus nennt Gott „den Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller Bedrängnis“ (). „Trost“ bedeutet hier nicht nur ein weiches Kissen und einen Snack — es heißt, zu jemandem zu kommen und ihm Kraft und Hoffnung zu geben. Und dann sagt Paulus etwas, das wir nicht übersehen sollten: Gott tröstet uns, „damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“ Habt ihr die Kette gesehen? Gott tröstet euch, damit ihr diesen Trost an jemand anderen weitergeben könnt. Die schweren Dinge, die ihr durchgemacht habt, sind nicht umsonst — Gott kann sie in ein Geschenk verwandeln, das ihr einem mutlosen Freund gebt.
Das ist eine der schönsten Arten, wie wir „auf Mission“ genau dort leben, wo wir sind. Wenn ihr traurig wart und Gott euch getragen hat, wisst ihr jetzt, wie man neben einem anderen traurigen Menschen sitzt und sagt: „Das habe ich auch gefühlt — und Gott hat mir geholfen. Er kann dir auch helfen.“ Ihr müsst sein Problem nicht lösen oder perfekte Worte haben. Oft ist das Liebevollste einfach da zu sein, zuzuhören und daran zu erinnern, dass er nicht allein ist. Ein mutloser Freund in der Schule, ein Cousin in einer schweren Woche, ein einsamer Großelternteil — das sind Menschen, die Jesus liebt, und er will sie durch euch trösten. So fließt sein Trost weiter: von Gott, zu euch, zum nächsten schmerzenden Herzen.
Rund um den Tisch
Wenn Gott uns besser fühlen lässt, will er, dass wir auch jemand anderem helfen, sich besser zu fühlen! So wird seine Liebe weitergegeben.
Lasst es uns tun: Denkt an eine Person, die traurig wirkt. Macht ihr morgen eine kleine Karte oder gebt ihr eine Umarmung.
Gott tröstet uns, damit wir andere trösten können. Die schweren Dinge, die ihr durchgemacht habt, können euch helfen, einem Freund zu helfen.
Reden wir darüber: Wann wart ihr traurig und jemand ließ euch weniger allein fühlen? Wie könntet ihr das diese Woche für jemanden tun?
Empfangener Trost soll gegebener Trost werden (2. Kor. 1:4). Eure vergangenen Kämpfe können Glaubwürdigkeit und Mitgefühl werden — ein stiller, kraftvoller Weg, anderen zu zeigen, dass Jesus real ist.
Gehen wir tiefer: Gibt es etwas Schweres, das ihr durchgegangen seid und das euch tatsächlich befähigen könnte, jemand anderem zu helfen? Wie?
💬 Gesprächsanstoß
Wen kennt ihr, der gerade mutlos sein könnte? Was ist eine kleine Sache, die ihr tun könnt, um ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist?
🛡️ Den Glauben verteidigen
Wenn jemand sagt: „Das Christentum hilft wirklich leidenden Menschen nicht“, lasst eure Freundlichkeit der Beweis sein: Ein Gläubiger, der bei Mutlosen sitzt und den Trost teilt, den er von Gott empfangen hat, zeigt, dass das Evangelium real ist und nicht nur geredet wird. Wir trösten andere „mit Sanftmut und Furcht“ () und lassen Liebe die Tür für Hoffnung öffnen.
Für Papa · Zum Vertiefen
Es gibt eine Versuchung, besonders bei Männern, schnell über die eigenen schweren Zeiten hinwegzugehen und nie davon zu sprechen. Aber Paulus deutet an, dass der Trost, den Gott euch in eurer Bedrängnis gab, genau die Ausrüstung ist, mit der ihr anderen helfen könnt. Das schließt eure Kinder ein. Wenn ihr euren Kindern (altersgerecht) zeigt, dass ihr gekämpft habt, mutlos wart und Gott euch dort begegnet ist — gebt ihr ihnen eine Landkarte für ihre eigenen zukünftigen Täler. Ihr lehrt sie auch, dass Dienst kein Podium ist; es ist, für einen leidenden Menschen nach dem anderen da zu sein. Trost geht selten um Antworten. Er geht um Gegenwart. Bildet das ab, und eure Kinder werden der Freund, zu dem andere in der Dunkelheit laufen.
Inspiriert von: Tony Evans, A Moment for Your Soul; Edward Welch, Side by Side.
Lasst uns zusammen beten
„Vater, du bist der Gott allen Trostes. Danke für die Zeiten, in denen du unsere Familie durch schwere Dinge getragen hast. Hilf uns, diesen Trost weiterzugeben — der Freund zu sein, der da ist, zuhört und andere auf dich hinweist. In Jesu Namen, Amen.“
Gott tröstet mich, damit ich jemand anderen trösten kann — seine Liebe soll weiterfließen.