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Fest stehen und gesandt werden · Band 3
Sprüche 14–16
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Sprüche 14
1Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.
2Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.
3Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.
4Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschäftig ist, da ist viel Einkommen.
5Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lügen.
6Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.
7Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.
8Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.
9Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.
10Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.
11Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.
12Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.
13Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.
14Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird über ihn sein.
15Ein Unverständiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.
16Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch.
17Ein Ungeduldiger handelt töricht; aber ein Bedächtiger haßt es.
18Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.
19Die Bösen müssen sich bücken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.
20Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.
21Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!
22Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren.
23Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.
24Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.
25Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt.
26Wer den HERRN fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.
27Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.
28Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde.
29Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.
30Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.
31Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
32Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.
33Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.
34Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
35Ein kluger Knecht gefällt dem König wohl; aber einem schändlichen Knecht ist er feind.
Sprüche 15
1Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.
2Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speit eitel Narrheit.
3Die Augen des HERRN schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen.
4Ein heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte macht Herzeleid.
5Der Narr lästert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden.
6In des Gerechten Haus ist Guts genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.
7Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht richtig.
8Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm.
9Der Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
10Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Strafe haßt, der muß sterben.
11Hölle und Abgrund ist vor dem HERRN; wie viel mehr der Menschen Herzen!
12Der Spötter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen.
13Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.
14Ein kluges Herz handelt bedächtig; aber der Narren Mund geht mit Torheit um.
15Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.
16Es ist besser ein wenig mit der Furcht des HERRN denn großer Schatz, darin Unruhe ist.
17Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochse mit Haß.
18Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.
19Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg des Frommen ist wohl gebahnt.
20Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein törichter Mensch ist seiner Mutter Schande.
21Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.
22Die Anschläge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber sind, bestehen sie.
23Es ist einem Manne eine Freude, wenn er richtig antwortet; und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich.
24Der Weg des Lebens geht überwärts für den Klugen, auf daß er meide die Hölle unterwärts.
25Der HERR wird das Haus des Hoffärtigen zerbrechen und die Grenze der Witwe bestätigen.
26Die Anschläge des Argen sind dem HERRN ein Greuel; aber freundlich reden die Reinen.
27Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben.
28Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.
29Der HERR ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.
30Freundlicher Anblick erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.
31Das Ohr, das da hört die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen.
32Wer sich nicht ziehen läßt, der macht sich selbst zunichte; wer aber auf Strafe hört, der wird klug.
33Die Furcht des HERRN ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.
Sprüche 16
1Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden soll.
2Einem jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HERR wägt die Geister.
3Befiehl dem HERRN deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen.
4Der HERR macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag.
5Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hängen.
6Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnt, und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.
7Wenn jemands Wege dem HERRN wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.
8Es ist besser ein wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommen mit Unrecht.
9Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein gibt, daß er fortgehe.
10Weissagung ist in dem Munde des Königs; sein Mund fehlt nicht im Gericht.
11Rechte Waage und Gewicht ist vom HERRN; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke.
12Den Königen ist Unrecht tun ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.
13Recht raten gefällt den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.
14Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.
15Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine Gnade ist wie ein Spätregen.
16Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser als Gold; und Verstand haben ist edler als Silber.
17Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahrt, der erhält sein Leben.
18Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.
19Es ist besser niedrigen Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffärtigen.
20Wer eine Sache klüglich führt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verläßt!
21Ein Verständiger wird gerühmt für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl.
22Klugheit ist wie ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit.
23Ein weises Herz redet klug und lehrt wohl.
24Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen die Gebeine.
25Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.
26Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul.
27Ein loser Mensch gräbt nach Unglück, und in seinem Maul brennt Feuer.
28Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Freunde uneins.
29Ein Frevler lockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten Weg.
30Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen andeutet, vollbringt Böses.
31Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden wird.
32Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Mutes Herr ist, denn der Städte gewinnt.
33Das Los wird geworfen in den Schoß; aber es fällt, wie der HERR will.
Übersetzung: Lutherbibel 1912